Zwei weitere Wissenschaftler in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen



Die Hall of Fame der deutschen Forschung hat zwei neue Mitglieder: Gerhard Ertl, Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 2007 und langjähriger Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin-Dahlem, sowie Manfred Weck, ehemaliger Direktor am Institut für Produktionstechnologien der Fraunhofer Gesellschaft und am Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen. Die Wissenschaftler wurden am Mittwochabend bei einer Feier in Darmstadt in die virtuelle Ruhmeshalle berufen: Ertl für seine fundamentalen Arbeiten zu katalytischen Reaktionen, die unter anderem bei der technischen Abgasreinigung von Verbrennungsmotoren eingesetzt werden. Weck hat das automatisierte Drehen, Fräsen und Bohren so weiterentwickelt, dass hierzulande die metallverarbeitende Industrie und der Maschinenbau ihre Führungspositionen auf den Weltmärkten ausbauen konnten.

Die Laureaten der Forscher-Hall-of-Fame, konstatierte Karl-Ludwig Kley, Sprecher der Geschäftsleitung beim Wissenschafts- und Pharmakonzern Merck in seiner Festansprache, seien „Menschen, die sich nicht mit der erstbesten Antwort zufrieden geben. Sie fragen weiter, denken weiter.“ Deshalb, schlussfolgerte Kley: „Wir alle profitieren von ihren Fragen und den dabei gefundenen Antworten.“

Die Hall of Fame der deutschen Forschung zeichnet alljährlich Wissenschaftler aus, deren Arbeiten einen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Forschung geleistet und somit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb zukunftsfähiger gemacht haben. Sie wird unterstützt von Merck und von Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften.

Die Hall of Fame der deutschen Forschung ist eine Initiative des manager magazins. Sie hat nun 18 Mitglieder, darunter Harald zur Hausen, Medizin-Nobelpreisträger von 2008, Stefan Hell, Chemie-Nobelpreisträger von 2014 und Karlheinz Brandenburg, Entwickler des Datenkompressionsverfahrens MP3.

Ausführliche Beiträge zu den Ausgezeichneten finden sich in der kommenden Ausgabe des manager magazins (Erscheinungstermin: 20. November).