PecuniaOlet

Ein "Auslaufmodell"?

Kürzlich las ich den Artikel "Kapitalismus ein Auslaufmodell?" in "Der klare Blick". Ein Autor war zwar nicht genannt, aber ich nehme an, dass der Beitrag von Norbert Knobloch stammt. Ein Kommentator (rote_pille) kritisierte den Artikel, und schrieb:

kotzen

"Kapitalismus ist dort, wo zwei Menschen ohne eine auf sie gerichtete Waffe irgendetwas tauschen. Das wird niemals ein Auslaufmodell. Der Rest wurde schon 1000 Mal widerlegt, bitte von Mises' "Gemeinwirtschaft" durchlesen und den ganzen Bullshit das Klo runterspülen."

Diese Definition des Kapitalismus ist allerdings eher die von "Marktwirtschaft" und die gab es bereits Tausende von Jahren vor dem Kapitalismus. Unter "Kapitalismus" scheinen die meisten heute lediglich den Gegensatz von Sozialismus/Kommunismus zu verstehen und verteidigen ihn daher auch mit zweifelhaften Argumenten.

Wahrscheinlich wäre der sogenannte "Kapitalismus" mit einem fairen Geldsystem heute aber ohnehin kein Problem mehr.

Kapitalismus ist für mich die bestmögliche, optimierte Ausbeutung des Mehrwerts der Arbeit zum Zwecke der Kumulation von Kapital in Form von Geld und/oder Produktionsmitteln.

Mehrwertdiebstahl bedeutet den Raub von Lebenszeit und -Qualität zugunsten der Vermehrung des Kapitals anderer.

Kumulation von Kapital ("capitalis" - den Kopf oder das Leben betreffend) bedeutet Kumulation von Macht. Kapital ist Vermögen. Das Vermögen vermöge Vermögens Vermögen zu vermehren. Und damit auch Macht.

Macht korrumpiert.Mehr Macht korrumpiert mehr.

Es gibt auch eine freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus.