Deutschlands Konzernelite im Sparwahn



Effizienzprogramme bei 22 von 30 Dax-Konzernen / Geringe Investitionen

In Deutschlands Konzernen wütet der Sparteufel: 15 von 50 M-Dax-Firmen und sogar 22 von 30 Dax-Unternehmen fahren derzeit Effizienzprogramme ab, verschärfen Kostensenkungspläne oder kündigen neue, tiefe Schnitte an. Allein im Dax beläuft sich das im Laufe des Jahres 2014 angekündigte Sparvolumen auf 17 Milliarden Euro. Seit 2012 haben die Dax-Unternehmen damit Sparmaßnahmen in Höhe von 30 Milliarden Euro beschlossen. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 22. August). „Die deutschen Unternehmen investieren zu wenig in ihre Heimatstandorte“, warnt Alexander Dibelius, Deutschland-Chef von Goldman Sachs.

Die Sparwut kontrastiert mit der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre nach der Finanzkrise. Tatsächlich wuchsen seit Ende 2010 die Umsätze der Dax-Unternehmen um 17 Prozent, ihr Börsenwert um 38 Prozent – beeindruckend schnell meldete sich die Deutschland AG aus der Jahrhundertrezession zurück.

Zwischen Anfang 2012 und Ende 2013 allerdings mussten die 30 Dax-Konzerne sinkende Umsätze verbuchen. Auch die operativen Gewinne fielen, die Summe der Nettoergebnisse rutschte unter das Niveau von 2010.