GeldStinker

Apostel Paulus empfahl ja die Keuschheit

Er sagte sinngemäß, dass es besser sei, ohne jeden Sex auszukommen (wie er). Für Menschen, die dafür jedoch kein "Talent" besäßen, sei es vorzuziehen zu heiraten, statt "Unzucht" zu treiben. - Verfügten alle Menschen über dieses "Talent," gäbe es keine Menschheit mehr. War dies das Ziel des Apostels? Wie kam er überhaupt darauf? Der Nazarener sagte meines Wissens kein Wort über gottgewollte sexuelle Enthaltsamkeit, sondern forderte mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Verelendung einer Frau im Falle einer Scheidung lediglich, dass "der Mensch nicht trennen soll, was Gott zusammengefügt habe".Auch die Ehebrecherin rettete er vor der Steinigung der geilen Meute ("wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein")

"Unzucht" ist alles, was nicht der (Menschen)Zucht dient. (Ein Seiten-(Auf)Sprung bei Rindern ist bei Züchtern auch nicht erwünscht. 

War der Apostel Paulus impotent, und forderte er diese "Gabe" daher von allen Menschen?

Hat er die lebensfrohe und frauenfreundliche Botschaft des Nazareners (dem er nie persönlich begegnete) pervertiert?

Hat er den "Logos" ins Christentum gebracht? Den " reinen Geist", der im Gegensatz zum "sündigen Fleisch" stand?

War nicht die "Erbsünde" gerade diese Trennung?

„Die ganze Geschichte der Menschheit wurde irregeführt, bekam einen Bruch wegen Adams falscher Gottesvorstellung. Er wollte wie Gott werden. Ich hoffe, dass ihr niemals die Sünde Adams hierin saht... Hatte Gott ihn nicht dazu eingeladen? Adam hat sich nur im Vorbild getäuscht. Er glaubte, Gott sei ein unabhängiges, autonomes, sich selbst genügendes Wesen; und um wie er zu werden, hat er sich aufgelehnt und Ungehorsam gezeigt. Aber als Gott sich offenbarte, als Gott sich erweisen wollte, wer er war, erschien er als Liebe, Zärtlichkeit, als Ausströmen seiner selbst, unendliches Wohlgefallen in einem anderen. Zuneigung, Abhängigkeit. Gott zeigte sich gehorsam, gehorsam bis zum Tode. Im Glauben, Gott zu werden, wich Adam völlig von ihm ab. Er zog sich in die Einsamkeit zurück, und Gott war doch Gemeinschaft.“

– Louis Evely (katholischer Priester und spiritueller Autor)  Manifest der Liebe