Das Konservative wird nie eine Chance haben

solange Regierungen und NGO`s zentralistisch organisiert sind und auf angeblich "gemeinsame Werte" hinarbeiten.

Der Mensch ist ein "zoon regionis". Ansonsten wird er lediglich zum Werkzeug einer "höheren Sache".

"Werte" sind ständigem Wandel unterworfen, das Christentum vor hundert Jahren ist nicht das Christentum von heute und nicht jenes des Mittelalters. Unter "Nächstenliebe", "Demokratie", "Wohlstand", "Freiheit", "Gleichheit" usw. versteht sogar der Nachbar häufig etwas anderes als man selbst.

"Werte" taugen gar nichts, im Gegenteil, sie schaden, wenn sie nicht ständig auf ihr Bezogen-Sein zum Menschen hin überprüft werden und lediglich als Hinweis-Schilder in Richtung einer Ideologie (die immer durch Macht korrumpiert wird) deuten: Den Menschen zu "formen", einen "Neuen Menschen" zu "designen", einem Abstraktum zu dienen ( der Wirtschaft, dem Kapital, dem Staat, einer "neuen Ordnung", der NWO, der "Gender-Ideologie" usw....)

Die "konservativsten" Gesellschaften sind indigene Naturvölker. Funktionierende Gruppen mit akephalen, herrschaftsfreien Strukturen, jedoch ohne "Anarchie". "Gesetze" ergeben sich aus dem Zusammenleben und werden "automatisch" befolgt.

Vielleicht wollten "Frankfurter Schule" und "Antiautoritäre Erziehung" etwas von diesen Gesellschaften "abgucken" und kopieren, was alleine schon deshalb zum Scheitern verurteilt ist, weil unsere gesellschaftlichen Grundstrukturen damit nicht kompatibel sind. Kapitalismus, Geldsystem und der damit verbundene und Konkurrenz- und Leistungsdruck entsprechen autoritär-patriarchalen Strukturen. Setze ich in diese Basis-Strukturen ihr fremdartige Elemente, um die Gesellschaft zu verschlimmbessern, ist das in etwa so, wie wenn ein Gewichtheber der Schwergewichtsklasse für Olympia mittels Marathonläufen trainiert, um seine Kraft zu erhöhen.

Aber die sogenannten "Intellektuellen" sind ja alle in der Pflicht des Zinses, und wissen daher sui generis schon alles besser.

Das Konservative hat im Globalismus keine Chance. Alle Brunnen werden vergiftet.

Ich glaube, es war Adorno, der in pessimistisch-schopenhauerischer Altersweisheit resignierend sagte, es könne letztlich nur darum gehen, das Leid zu lindern.