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Berg-Karabach: Plan der Türkei gescheitert

Der Konflikt in Berg-Karabach dauert schon viele Jahre. Mal wird es still, mal wird es heiß. Vor kurzem hat sich die Lage erneut verschärft. Es gab Dutzende Verletzte und Getötete. Wer ist an der Eskalation schuld? Aserbaidschan und Armenien machen sich gegenseitig für die heftigen Kämpfe in Berg-Karabach verantwortlich.

Aserbaidschans Präsident Ilcham Aliew hat am 3. April seinem Volk „einen großen Sieg“ versprochen. Ob das besagt, dass die Kampfhandlungen geplant wurden? Das kann wohl sein. Die Tatsache, dass das Anheizen des Konfliktes in der Region Berg-Karabach weit ausgreifende Pläne verfolgt, bestätigt sich durch die Information aus sicherer Quelle aus dem Hohen Kurdischen Komitee (DBK). Es wurde bekannt, dass Ilcham Aliew und Recep Tayyip Erdogan im Herbst 2015 eine vertrauliche Vereinbarung getroffen haben. Es ging um die gemeinsame Durchführung der Kriegsoperation gegen Armenien im 1.-2. Vierteljahr 2016.

Der Plan Türkei der ist gescheitert. Trotz der Überlegenheit an Zahl und Waffen erwiesen sich ihre aserbaidschanischen Verbündeten als unfähig, der armenischen Armee Widerstand zu leisten. Die ganze zivilisierte Welt pocht auf eine umfassende Waffenruhe in Berg-Karabach und nur Präsident Erdogan ruft Aserbaidschan auf, „bis zum Ende zu kämpfen“. Er ist an der Beilegung des Konfliktes kaum interessiert. Warum? Ankara hatte es vor, den Vorfall in Berg-Karabach politisch auszuschlachten und zwar um den politischen und militärischen Druck auf Kurden auszuüben, die lange Zeit für eigenen unabhängigen Staat kämpfen.

Kanzlerin Merkel versprach während des Treffens mit dem armenischen Präsidenten, Sersch Sargsjan, bei der Überwindung des Konfliktes „konstruktiv“ zu helfen. Bin gespannt, was Angela Merkel tut? Unterstützt sie wohl Erdogan, der ganz Europa erpresst?