Reisebericht

Wannsee und Pfaueninsel

Inmitten der Havel und nur mit einer Fähre erreichbar, liegt die Pfaueninsel. Zum Anlegesteg gelangt man mit dem Auto über die Pfaueninselchaussee oder den Nikolskoer Weg. Spaziergänger und Fahrradfahrer benutzen den Uferweg der Havel. Die 1,5 km lange und 500 m breite Insel bietet zahlreiche Spazierwege in idyllischer Umgebung. Mit etwas Glück sieht man auch Pfaue durch den Park stolzieren. Die Tiere sind sicherlich die Hauptattraktion der Insel, die jedoch auch landschaftlich überzeugt. Die Parkgestaltung nahm um 1816 Joseph Peter Lenné vor, er schaffte es, die drei Bereiche Schlossgarten, Landwirtschaft und Tiergehege gartenarchitektonisch zu vereinen.
In den Jahren 1683 und 1684 diente die Insel unter dem Großen Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg der Kaninchenzucht. Als 1685 der Chemiker und Glasmacher Johann Kunckel die Insel geschenkt bekam, widmete er sich in einer Glashütte der Herstellung von Rubinglas. Im Jahr 1793 ging die Insel an Friedrich Wilhelm II zurück, dieser beauftragte den Architekten Johann Gottlieb Brendel mit dem Bau eines Schlosses. Es sollte im Stil einer Ruine errichtet werden und über ein Kastellanshaus, eine Küche mit Kühlkammer und eine Meierei verfügen. Das weiße Ruinenschloss ist noch heute auf der Insel zu bewundern. Die Pfaue, denen die Insel ihren Namen verdankt, wurden 1797 auf der Insel angesiedelt. Von Karl Friedrich Schinkel stammen das 1824 erbaute Kavaliershaus, das Palmenhaus aus dem Jahr 1830 sowie die 1838 errichteten Gewächshäuser. Die von Lenné entworfene Gartengestaltung, die sich aufgrund landwirtschaftlicher Nutzung des Inselbodens verändert hatte, wurde Mitte der 70er Jahre wieder in die ursprüngliche Form gebracht.

Heute gilt ein Rauch-, Musizier- und Hundeverbot auf der unter Naturschutz stehenden Insel - ein Paradies für Erholungssuchende. Vom S-Bahnhof Wannsee fahren die Busse 116 und 216 zur Fähre. Natürlich erreicht man die Insel auch mit einem Ausflugsdampfer.

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