Nach Zwangsvollstreckung: Beckenbauer fordert Unterstützung für Brehme

Weltmeister-Teamchef will Sozialfonds für Ex-Fußballer, die finanziell in Not geraten sind

Berlin. Franz Beckenbauer schaltet sich in den Fall Andreas Brehme ein. Angesichts der Zwangsvollstreckung beim WM-Helden von 1990 fordert sein einstiger Teamchef Unterstützung für Brehme. Beckenbauer sagte zu BILD am SONNTAG: „Wir sind verpflichtet, Andreas Brehme zu helfen. Er hat so viel für den deutschen Fußball getan. Da muss auch der Fußball für ihn einspringen. Ich kann mir vorstellen, dass DFB und Liga – ähnlich wie in anderen Ländern – einen Sozialfonds gründen für ehemalige Spieler, die ohne eigenes Verschulden in Not geraten sind.“

Brehme schuldet einem Unternehmer 400 000 Euro und bekam deshalb im Juni eine Zahlungsaufforderung vom Gerichtsvollzieher. Nach BamS-Recherchen handelt es sich bei dem Gläubiger um einen einst engen Freund.

Der Münchner Unternehmer überwies Brehme in den vergangenen Jahren immer wieder größere Summen, damit dieser seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte. Zeitweise stellte er ihm auch eine Wohnung sowie ein Büro kostenlos zur Verfügung. Da Brehme die vereinbarte Rückzahlung der Schulden nicht leistete, ließ er eine Grundschuld über 400000 Euro auf sein Haus nahe München eintragen. Am 20. Dezember 2013 wurde das von einem Notar beurkundet. Vor einigen Monaten schließlich schaltete der Gläubiger einen Gerichtsvollzieher ein. Brehme wollte sich gegenüber BILD am SONNTAG nicht äußern.