Multis kaufen Wasserquellen auf

  1. „Öl regiert die Welt“ hiess es während fast 100 Jahren. Der Slogan müsste schon bald in „Wasser regiert die Welt“ umgewandelt werden. Die Medien berichten wohl hin und wieder über Waldbrände in Kalifornien. Tatsache ist aber: Die USA erleben derzeit die schlimmste Dürrekatastrophe ihrer Geschichte! Viele Flüsse und Seen im Westen des Landes sind bereits ausgetrocknet. Der Wassermangel verleiht dem laufenden Prozess der Wasser-Privatisierung eine neue Dimension. Die anhaltende Trockenheit im Westen der USA nimmt unge- ahnte Dimensionen an. So erlebt die Riesenstadt Los Angeles die trockenste Periode seit Beginn der Aufzeichnungen 1877! In Kalifornien sind bereits 50 Gemeinden ohne Wasser. Las Vegas hat den Bau neuer Immobilien gestoppt. Nur wer einen „neutralen“ Wasseranschluss vorweisen kann, hat Chancen auf eine Baubewilligung.
  2. 2 Viele der Stauseen sind ausgetrocknet, der mächtige Colorado River – meist ein zuverlässiger Wasserlieferant – ist nach zehn Jahren Dürre zum Rinnsal verkommen; er schafft es nicht mehr bis zum Meer! Klimatologen zeichnen ein verwirrendes Bild: „Megadürren hielten sich in diesem Teil der Erde auch schon über 100 Jahre!“ Nach UN-Angaben leiden weltweit bereits 1.6 Milliarden Menschen an abso- luter Wasserknappheit, schon 2025 werden zwei Drittel der Bevölkerung Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung haben. In der Volksrepublik China hat die Umweltverschmutzung inzwischen 80 Prozent (!) der Flüsse vergiftet. Für Indien lauten die Prognosen, dass es bis 2050 für die Mehrheit der Bevölkerung kein (!) Trinkwasser mehr geben wird...
  3. 3 Die grossen Multis dieser Welt haben schon vor Jahren begonnen, alle Mineralquellen aufzukaufen. Und schon heute kontrollieren sie über 60 Prozent der Quellen. Die Käufe werden immer diskret vorgenom- men. Unter dem Schutz der lokalen Namen (alle Quellen behalten ihren Namen) wird dem Konsumenten vorgegaukelt, er trinke bestenfalls lokales oder regionales Wasser. Und für die internationalen Reisenden werden grosse Namen (Perrier, San Pellegrino etc.) aufgebaut und der globale Vertrieb gepflegt, so dass „ihr“ Wasser überall in gleicher Qualität erhältlich ist. Nur am Rande: Haben sie gewusst, dass das allseits sehr geschätzte Valser-Wasser eine 100prozentige Tochter des Coca-Cola-Konzerns ist, Passugger von einem Biermulti kontrolliert wird, desgleichen Henniez? Und die Aufkäufe gehen munter weiter, derzeit werden von den Multis alle Quellen in den Oststaaten konsequent aufgekauft. Wasser wird zu einem immer teuren Rohstoff werden. Wasserkriege auf der ganzen Welt (Jordan, Irak sind erste Zeichen) werden die Konsequenz sein.