Weltweite Überwachung und Zensur - Ausstellungseröffnung am ZKM Karlsruhe

GLOBAL CONTROL AND CENSORSHIP
Weltweite Überwachung und Zensur

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
am Samstag, 3. Oktober 2015, um 19:30 Uhr
am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie
Lorenzstraße, 76135 Karlsruhe

Die AUSSTELLUNG bleibt bis zum 1. Mai 2016 geöffnet.


Am 3. Oktober wird am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe die Ausstellung "Global Control and Censorship" eröffnet. Reporter ohne Grenzen ist daran mit Beiträgen von acht Bild- und Wortjournalisten beteiligt: Die Fotografen Olivia Arthur (Großbritannien), Maxim Dondyuk (Ukraine), Kenneth Tin-Kin Hung (USA), Vanco Dzambaski (Mazedonien) und Aziz Karimov (Aserbaidschan) sind mit Arbeiten aus dem jährlichen ROG-Bildband "Fotos für die Pressefreiheit" (http://t1p.de/yakk) vertreten. Die Wortjournalisten Yahya Alaous (Syrien), Ehsan Mehrabi (Iran) und Mortaza Rahimi (Afghanistan), die von ROG im deutschen Exil unterstützt werden, haben Texte zum Ausstellungsthema "Weltweite Überwachung und Zensur" verfasst.

Wissen ist Macht. Und Macht hat vor allem, wer den Fluss der Informationen beherrscht. Dies gilt in besonderem Maße in der digitalen Kultur, in der alle Informationen im weltweiten Netz unkontrollierbar manipuliert werden können. Erwuchs aus dem Umgang mit diesen digitalen Instrumenten lange die Hoffnung auf neue Formen demokratischer Teilhabe, so werden sie in jüngster Zeit als ideale Türöffner zur Überwachung von Milliarden Menschen missbraucht.

Neben die Massenanalyse der kommunikativen Metadaten und den massenhaften Zugriff auf personenbezogene Daten tritt immer häufiger die offene oder geheime Zensur durch Manipulation oder Abschaltung. Wo die Angst vor dieser Bedrohung nicht wirkt, werden wichtige Informationen geheimgehalten durch direkte Behinderung von Veröffentlichungen bis hin zur Verschleppung und Ermordung von JournalistInnen. Schon heute hat ein großer Teil der Öffentlichkeit vor der Allgegenwart staatlicher und kommerzieller Überwachung resigniert.

Ziel der Ausstellung ist es, die öffentliche Diskussion über die allgegenwärtigen Überwachungs- und Zensurmaßnahmen zu erweitern. Dies erscheint nicht nur aufgrund stetig neuer Berichte in den Medien, sondern vor allem angesichts der weitgehenden Behinderung der Aufklärung über diese Praktiken als dringlich.

Entstanden ist die Ausstellung des ZKM in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von WissenschaftlerInnen, JournalistInnen, AktivistInnen und KünstlerInnen in allen Erdteilen und in rund 20 Ländern sowie in Kooperation mit Expertenorganisationen wie dem PEN-Zentrum Deutschland, dem Chaos Computer Club, Reporter ohne Grenzen, Villa Aurora und mit Plattformen wie netzpolitik.org, digitalcourage.de, WikiLeaks und anderen.

Nähere Informationen: http://zkm.de/event/2015/10/globale-global-control-and-censorship