Reisebericht

Kalabrien - Sizilien

ahreswechsel an der Stiefelspitze.

Mit der Stiefelspitze tippt Kalabrien fast an Sizilien und ist von zwei Meeren umspült.

Jedoch wird der Eindruck zunächst getrübt, denn in Sachen Umweltbewusstsein ist bei den Süditalienern wohl nicht so viel los. Wir sahen recht viele schöne Strände, die aber leider sehr vermüllt waren. Zudem sind am Straßenrand abgestellte Kühlschränke und Müllberge an der Tagesordnung. Teilweise mussten wir schon großzügig wegsehen, um keinen Müll zu sehen (vielleicht ist das im Sommer anders).

Leider sieht es gebäudemäßig ähnlich aus. Das ist sehr schade, denn Süditalien hat recht zahlreiche Kulturschätze zu bieten, welche es verdient hätten, restauriert zu werden. Aber genug der Motzerei.

Als eindeutig positiv sind die Städte Tropea, Pizzo und Scilla zu nennen. Niedliche Gässchen laden dort zum Schlendern und Verweilen ein. Morbider Charme!

Die Stadt Tropea ist spektakulär an einen Steilhang gebaut und erweckt den Eindruck, jeden Moment ins Meer zu plumpsen. Naturbelassene Steilküsten bieten die Orte Parghelia, Briatico und zuletzt Capo Vaticano. Optimal für Naturliebhaber und Strandwanderer.

Von Villa S. Giovanni ist es nur ein Katzensprung (20 min mit der Fähre) nach Sizilien. Die Fähren fahren rund um die Uhr und sind im Winter extrem leer. Das ändert sich sicher schlagartig im Sommer, wenn die Norditaliener in den Süden kommen.

Da wir einen Mietwagen hatten, entschlossen wir uns für einen Tagesausflug nach Sizilien. Allerdings sollte man bedenken, dass der Autoverkehr hier recht nervig ist. Ständig hupt einen jemand an, nimmt einem die Vorfahrt, versucht beim Überholen die Spiegel abzufahren etc. Ortsumgehungsstraßen gleich Fehlanzeige. Die Wegweiser sollten stets einer Eigeninterpretation unterliegen. Sehr chaotisch.

Wir besuchten auf Sizilien den idyllischen Ort Taormina. Man kommt aus dem Staunen kaum heraus. Vom Bergdorf Castelmola hat man einen wunderbaren Blick auf saftig grüne Berghänge, die erst am schneebedeckten Ätna ihr Ende finden. Man hat ein wunderbares Panorama auf die Ostküste Siziliens, die Altstadt und das griechisch-römische Theater von Taormina.

Beim Besuch des Teatro Greco schweift der Blick direkt aufs Meer und von dort zum Ätna. Sitzen bleiben und genießen!!! Ein Konzert oder Theaterstück hier zu sehen, muss der Hammer sein. Naiv wie man als Touri ist, setzten wir uns dann noch in ein Straßencafè, ohne vorher nach dem Preis zu fragen. Diese Dummheit wurde mit einer Rechnung von 7,20 € für zwei Cappuccini bestraft.

Unser familiäres Hotel „Ruralia“ in Santa Domenica di Ricardi begeisterte durch landestypisches Essen und gemütliche Weinabende am Kamin. Das fast zehngängige Silvestermenü wird uns lange in Erinnerung bleiben.


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