Kernenergie

Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

Herrn Peter Boudgoust, Intendant von Südwestrundfunk

Sehr geehrter Herr Boudgoust,

am 26.04.2016 brachten Sie in SWR3 einen Rundfunkkommentar über die Kernenergie. Sie müssen Ihre Hörer für sehr naiv halten, weil Sie annehmen, daß diese Ihre unzutreffenden Aussagen glauben.

Die Explosionen von Tschernobyl und Fukushima waren nicht die Folgen eines unbekannten "Restrisikos" der Kernenergie. Die Explosion von Tschernobyl erfolgte vorhersehbar - und wurde vorhergesehen! Ich kannte Herrn Dr. Karl-Rudolf Schmidt, der schrieb: "Auch ich selbst habe 1958 in der Prototyp-Anlage in Dubna an der Wolga vor dem Bau dieser Anlagen (Graphit-moderierte Reaktoren) gewarnt - leider waren alle Warnungen vergebens; die politische Führung der UdSSR hat sich über alle Warnungen und Einsprüche hinweggesetzt." (Bayernkurier 24.04.1999).

Der Tsunami in Fukushima war nicht vorhersehbar, wohl aber seine Folgen, die nicht berücksichtigt wurden. Sowohl Tschernobyl als auch Fukushima sind Belege dafür, daß die Kernenergienutzung eine beherrschbare Technologie ist.

Ihr Kommentar zeigt, daß auch der Südwestrundfunk von Neomarxisten durchseucht ist, die verbissen gegen die Kernenergienutzung kämpfen. Keineswegs liegt den Neomarxisten Wohl und Sicherheit der Bevölkerung am Herzen. Die Neomarxisten wollen unserer Wirtschaft schaden, um Deutschland abzuschaffen.

Frau Merkel hat sich wider besseres Wissen der Ideologie des Neomarxismus (siehe www.fachinfo.eu/fi023.pdf) gebeugt, um an der Macht zu bleiben. Unmittelbar nach dem Fukushima-Ereignis hatte sie im Fernsehen völlig richtig gesagt, daß Fukushima mit der Sicherheit unserer Kernkraftwerke überhaupt nichts zu tun hat. Über Nacht kam ihr die pfiffige Idee, der Grünen Partei den Wind aus den Segeln zu nehmen und die Vernichtung unserer hochentwickelten Kerntechnik anzuordenen.

Keine Industrienation kann auf Nuklearstrom verzichten, auch wir nicht. Wir müssen ihn eben importieren, wenn Wind und Sonne nur ein Viertel unseres Strombedarfs schwankend liefern. Frankreich ist klüger und produziert etwa 80% seines elektrischen Stromes aus stetiger Kernenergie, der halb so teuer ist wie bei uns.

Dieses Schreiben kann verteilt werden.Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner