Hawking sagt Selbstausrottung voraus

Der Astrophysiker Stephen Hawking warnt seine Mitmenschen vor ihrem selbst heraufbeschworenen Untergang. Ein Atomkrieg, die Erderwärmung, durch Gentechnik erzeugte Viren und Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie gehörten zu den existenziellen Gefahren, sagt der 74-Jährige in einer BBC-Vortragsreihe, deren erster Teil am 26. Januar ausgestrahlt wird. Die BBC veröffentlichte bereits einige Zitate.

Das Risiko einer Katastrophe auf der Erde in einem bestimmten Jahr sei zwar gering, aber für die nächsten 1000 oder 10.000 Jahre "beinahe Gewissheit", sagt Hawking demnach. Seine Botschaft: "Bis dahin sollten wir uns ins All ausgebreitet haben und zu anderen Sternen, so dass ein Desaster auf der Erde nicht das Ende der Menschheit bedeuten würde." Da man in den kommenden 100 Jahren aber noch nicht so weit sein werde, müssten die Erdbewohner in dieser Zeit "sehr vorsichtig" sein.

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Hawking zeigt sich immer wieder skeptisch, was den Fortschritt der Menschheit betrifft. Erst im Dezember 2015 warnte er davor, dass künstliche Intelligenz das "Ende der menschlichen Spezies" auslösen könne. Primitive Formen künstlicher Intelligenz hatten sich bisher zwar durchaus als hilfreich für die Menschheit erwiesen, sagte Hawking. Allerdings fürchte er, dass eines Tages etwas entstehen könne, das die menschlichen Fähigkeiten übersteige.

Im Sommer vergangenen Jahres unterzeichnete Hawking gemeinsam mit anderen Forschern einen Brief, in dem er vor dem Einsatz selbstständiger Kampfroboter warnte. Diese eigneten sich etwa für gezielte Mordanschläge und sogenannte ethnische Säuberungen.