Deutschlands Gastronomen wollen Koch zum Mangelberuf erklären

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sieht in der eigenen Branche große Beschäftigungsmöglichkeiten für Asyl­be­wer­ber und geduldete Flüchtlinge. Eine wichtige Voraussetzung sei es, dass Bundes­arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) endlich unter anderem den Beruf des Kochs in die Liste der Mangelberufe aufnehme, sagte DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges dem Nachrichtenmagazin Focus. "Wir haben das schon so oft angemahnt. Aber es passiert nichts." An den Standorten großer Automobilhersteller sei es mittlerweile komplett ausgeschlossen, einen Koch oder Gastronomielehrling zu finden. "Und im Schwarzwald, am Bodensee oder in den Alpen gibt es gar nicht so viele junge Leute wie wir Touristen und freie Stellen haben", sagte Hartges. Für die Flüchtlinge böten sich damit große Chancen. Das müsse auch die Politik erkennen. "Die Sprache können die jungen Menschen im Umgang mit den Kollegen und im Alltag schnell erlernen", so Hartges. "Sie sitzen ja nicht in der Fabrik und arbeiten alleine vor sich hin."

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