›Google Nest‹: Piraten kritisieren die zunehmende Datensammelwut von Google



Die Piratenpartei verurteilt die zunehmende Datensammelwut des Internetkonzerns Google aufs Schärfste. Julia Reda, Spitzenkandidatin der Piratenpartei zur Europawahl, dazu:

»Ich bin zutiefst betroffen – ja, wirklich persönlich – von den unglaublichen grundrechtsverletzenden Produkten der neuen Google-Kampagne ›Google Nest‹. Dieses Post-Privacy-Theater muss endlich ein Ende haben.

Mit Erschrecken sehen wir, dass sich Google eine Versicherung für den Datenklau aufbaut, anstelle seriös auf die Datenpannen der letzten Monate und Jahre zu reagieren. Die Privat-Drohne ›Google Bee‹ wurde bereits von einer unserer Hack-Expertin geknackt und ferngesteuert, was auf ein entscheidendes Sicherheitsleck hinweist. Dass nun Google die Daten der Menschen nutzen will, wenn sie gestorben sind, ist eine Geschmacklosigkeit sondergleichen, worauf wir Piraten mit lebenserweiternden Technologien antworten werden – und zwar so lange, bis Google pleite geht!

Es ist unsere Aufgabe als Bürger, diese Kernschmelze des Rechtsstaats zu verhindern. Wir fordern Google deshalb auf, zur Strafe europaweit Cryptoparties zu veranstalten. Weiterhin muss Google einer noch zu gründenden internationalen Kommission unabhängiger Dateninspekteure ungehinderten Zugang zu den firmeneigenen Datencentern zu gewähren. Es kann nicht sein, dass sich Konzerne bürgerrechtsfreie Räume schaffen, in denen der Grundkonsens demokratischer Gesellschaften, die freiheitlich-demokratische Grundordnung, derart deutlich verletzt wird. Die Devise muss lauten: Wir brauchen einen grenzenlosen Datenschutz in einem grenzenlosen Europa – sofort!«