Ergo bibamus

wenn man, ohne wahnsinnig zu werden, mit höllischen Schmerzen aufwacht und dann noch seine abgetrennten Gliedmaßen in einer Ecke des Zimmers liegen sieht, zeugt das schon von einer enormen Resilienz.

Muss man dann auch noch in enormer Hitze und schweißgebadet, ohne etwas Trinken zu dürfen mehrere extrem schmerzhafte Transporte und einen 12-stündigen Flug überstehen, ist man wahrscheinlich für jede Minute Schlafs oder Ohnmacht dankbar.

Hinzu kommen später wahrscheinlich noch schwarze Gedanken, mit denen man fertig werden muss, und die Erwartung einer langen und anstrengenden Zeit der Rekonvaleszenz, verbunden mit enormer Willensanstrengung und Überwindung.

Hat man das hinter sich und sieht dennoch - oder gerade deshalb - positiv ins Leben, kann einen eigentlich nichts mehr umhauen. Das wünsche ich Herrn Mross von Herzen und drücke ihm dafür ganz fest die Daumen.

Mein Gefühl weigert sich, solch einen Schicksalsschlag mit religiösen Begriffen "begreifen" zu wollen. Man muss und kann nicht alles verstehen. Drum last uns trinken! Ergo bibamus!