Amnesty International E-mail und Appellaktion gegen die Todesstrafe von den iranischen Schriftsteller Arzhang Davoodi!

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Der iranische Schriftsteller Arzhang Davoodi wurde wegen der Anklage "Feindschaft zu Gott" zum Tode verurteilt! Obwohl er nur friedlich protestiert hat!

Hier der Text von Amnesty International:

Arzhang Davoodi erfuhr am 20. Juli von seinem Anwalt, dass er wegen der vermeintlichen Mitgliedschaft und Unterstützung der iranischen Oppositionsgruppe der Volksmudschaheddin (People's Mojahedin Organization of Iran - PMOI) zum Tode verurteilt worden sei. Das Todesurteil wurde verhängt, obwohl die Beweise gegen den Schriftsteller offenbar nicht ausreichten. Zudem war das gesamte Verfahren in höchstem Maße unfair. Er hatte weniger als drei Stunden Zeit, um am 3. Juni seine Verteidigung vor einem Revolutionsgericht in der Stadt Bandar Abbas vorzutragen. Dann wurde der Fall an ein Revolutionsgericht in Karaj weitergeleitet, das nun das Todesurteil verhängte. Weder Arzhang Davoodi noch sein Anwalt durften vor dem Gericht anwesend sein, als das Urteil verkündet wurde.

Arzhang Davoodi war 2003 festgenommen und über lange Zeiträume in Einzelhaft gehalten worden. Während dieser Zeiten wurde er seinen Angaben zufolge gefoltert und auf andere Weise misshandelt und hatte weder Kontakt zu seiner Familie noch zu seinem Anwalt. Er wurde im März 2005 zu 25 Jahren Haft verurteilt, die im Berufungsverfahren auf zehn Jahre reduziert wurden. Die Anklagen lauteten auf "Verbreitung von Propaganda gegen das System" und "Gründung und Leitung einer regierungsfeindlichen Organisation". Grundlage für die Anklagen waren seine friedlichen Aktivitäten, darunter die Leitung eines Kultur- und Bildungszentrums. Im Mai 2014 wurde er zu weiteren zwei Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er für schuldig befunden worden war, den "Religionsführer beleidigt" zu haben. Dieses Urteil liegt derzeit einem Berufungsgericht zur Überprüfung vor.

Arzhang Davoodi ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der inhaftiert und nun zum Tode verurteilt wurde, weil er mit friedlichen Mitteln sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hat. Er hat keine Verbindungen zur PMOI oder einer bewaffneten Oppositionsgruppe. Amnesty International geht davon aus, dass er beschuldigt wurde, Verbindungen zur PMOI zu haben, weil er im Gefängnis darauf bestand, dass für die PMOI der offizielle Name "Mojahedin" benutzt wird, und nicht der Name, den die iranischen Behörden verwenden, "Monafeghin" (Heuchler).

Jetzt hat Amnesty International eine E-mail und Appellaktion mit Adressen gestartet:

http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-188-2014/sc...

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Persisch, Arabisch, Englisch, Französisch oder auf Deutsch!

Bitte unterstützt die Aktion gegen diese Todesstrafe, die für nichts gerechtfertigt ist!


Patrick Steinhuber

94496 Ortenburg Deutschland