Europa leidet unter dem Euro, der Euro schadet all...

Europa leidet unter dem Euro, der Euro schadet allen europäischen VolkswirtschaftenpoShipa was. Die schwachen Eurovolkswirtschaften können nicht mehr abwerten, um eine ausreichende eigene Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen, die noch einigermaßen leistungsfähigen Eurovolkswirtschaften leiden an dem für sie unterbewerteten Euro und müssen die gigantischen Risiken aus der Eurorettung schultern. Große ökonomische Ungleichgewichte kennzeichnen diese Währungsunion schon seit ihrem Bestehen. Die EZB versucht mit ihren zahlreichen Rettungsinstrumentarien ein unkontrolliertes Auseinanderbrechen der Eurozone zu verhindern (LTRO, Target II, ELA, OMT). Diese gewaltige Flutung der Geldmärkte hat das Zinsniveau für die notleidenden Volkswirtschaften bezüglich der Refinanzierung ihrer eigenen Staatsschulden vermindert, eine großzügige Zinssubvention also. Ihre eigenen Banken haben durch die niedrigstverzinslichen Kreditlinien der EZB diese Staatsanleihetitel in ihre Bücher genommen. Eine permanente verdeckte Monetarisierung der fremden Staatsschulden wird also schon praktiziert. Die Vergemeinschaftlichung erfolgt über den EFSF und den ESM, die nun auch noch Banken retten müssen.

Die leistungsfähigen Eurovolkswirtschaften tragen in erster Linie die Risiken aus dieser Eurorettung und müssen für ihre eigenen Importe (Energien, Rohstoffe, Vorleistungen) viel zuviel bezahlen dank des für sie unterbewerteten Euro. Einsparungen, Kürzungen in den Etats sowie massive Realentgeltabsenkung trotz höchster erzielter Leistungsbilanzüberschüsse müssen dies kompensieren.

Diese Währungsunion hat ihre vertraglichen, rechtlichen, politischen und auch ökonomischen Zielsetzungen und Aufgabenstellungen verfehlt und in ihr Gegenteil verkehrt. Von der einstmals angestrebten dynamischsten Wirtschaftsregion der Welt ist sie zu einem sozialen und finanzpolitischen Brandherd geworden.