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Wird das Alte Testament abgeschafft?

Die Vorsitzende der neofeministischen Toleranzkommission und Chefin des Instituts zur Repression kulturimmanenter und genetischer Heterogenität, Frau Hannah Sappho Mösenlechzner (nicht mit der ehemaligen Skifahrerin verwandt), plädiert für eine Abrogation ganzer Bücher des Alten Testaments.

"Die kruden Thesen des Alten Testamentes dürfen und können in der heutigen Zeit nicht mehr Grundlage dreier Weltreligionen sein", sagte sie anlässlich einer des Gedenktages gesamteuropäischer Neutra stattgefunden habenden Feierlichkeit vergangenen Montag in Brüssel.

Für besonders verwerflich hält sie die These, dass Eva aus einer Rippe Adams geschaffen wurde und dieser zuerst dagewesen sei. "Wie jeder weiß, ist das Y-Chromosom des Mannes wesentlich kleiner als das X-Chromosom und trägt mit ein paar Dutzend lächerlicher Gene auch viel weniger Erbinformationen als das X-Chromosom, das mehr als 1000 Gene aufweist. Wie kann es dann sein, dass Adam zuerst da war und lediglich aus seiner Rippe die wesentlich differenziertere Weiblichkeit hervorgebracht haben soll?" argumentierte sie brüllend und rot vor Wut. "Dies war der erste Akt chauvinistisch-patriarchalischer Aggression, und ich hätte Eva damals dringend zur Abtreibung geraten!" 

Eine weitere Frechheit sei es gewesen, dass Luther seinerzeit Eva nicht mit dem Wort "Frau", sondern mit dem Begriff "Männin"  bezeichnet habe, was zwar für ihresgleichen zuträfe, im allgemeinen jedoch eine unzulässige Reduzierung der Weiblichkeit auf niedere Eigenschaften des Mannes darstelle.

Man dürfe sich daher nicht darüber wundern, dass Eva Adam schließlich den Apfel gereicht habe, was einer unbewussten Rache des weiblichen Archetyps gleichkomme, die sich ebenfalls bis zum heutigen Tage auswirke.

Eine Entscheidung aus Brüssel über Abrogation oder vollständige Abschaffung und Verbot des AT dürfte indes von der zuständigen Ethik- und Toleranzüberwachungskommission nicht vor Ablauf der Sommerpause zu erwarten sein.