PecuniaOlet

Ist der "Neoliberalismus" wirklich an allem schuld?

Aufgrund eines unveröffentlichten Kommentars schreibe diesen (ein wenig ausführlicher) ich nun eben hier:

Freiheit als Basis führt nicht in die Knechtschaft.

Hätten wir eine wirklich freie Marktwirtschaft ohne staatliche Bevormundung auf der einen und Subventionen auf der anderen Seite, ohne "Geldsozialismus", dafür mit freiem Wettbewerb der Währungen und gedecktem Geld (es wäre auch "ungedecktes" Geld zugelassen, das im freien Wettbewerb mit gedecktem stünde), würden Investitionen aus Ersparnissen und Überschüssen getätigt und nicht aus Bankkrediten, so wäre eine gesunde und natürliche Wirtschaft ohne Zentralbanken mit mündigen und eigenverantwortlichen Bürgern in starken Familienverbänden möglich. Denn die Familie als solches würde als "Nebeneffekt" dadurch wieder gestärkt werden und an Bedeutung gewinnen.
Nur so ist Wirtschaft menschlich und natürlich und der Staat verkommt nicht zu einem Umverteilungsladen, aus dem sich sowohl internationale Großkonzerne und Banken zu Lasten des Mittelstandes bedienen als auch bewusst unmündig und abhängig gemachte Bürger.
Freiheit bedingt Eigenverantwortung und Eigeninitiative. Aber die muss man zulassen und darf sie nicht in einem Wust von Regulierungen ersticken, die jede Eigeninitiative bestrafen und aus Kostengründen häufig sogar verhindern.
Dazu bedürfte es lediglich eines Minimalstaates, der über das Gewaltmonopol verfügt und als "Schiedsrichter" auf die Einhaltung gewisser "Spielregeln" achtet. Selbst eine "negative Einkommenssteuer" als Basis eines BGE stünde aufgrund bisher erarbeiteter Produktivität nicht unbedingt im Widerspruch zu einer libertären Gesellschaft. Ich gebrauche hier den Begriff "libertär", weil "liberal" bereits von den Falschen besetzt wurde.
Die Befürchtung, dass es hier zu marktbeherrschenden Monopolen und entsprechender Kumulation kommen könnte, halte ich für wenig berechtigt. Dazu kommt es ausschließlich, wenn sich Staat, Konzerne und Banken gegen freiheitliche Bestrebungen kreativer Bürger und Unternehmer verbünden und sich somit Vorteile verschaffen, die ohne dieses Bündnis gegen den Mittelstand gar nicht entstehen hätten können.
Liberalismus bei bestehendem Geldsozialismus ist ein Widerspruch in sich und gar nicht realisierbar. "Bankenrettung" und "Alternativlosigkeit" ein Unding !
Wir leben bereits in einer "sozialistischen" Diktatur. Sie zeigt sich nur noch nicht so offen - aber das wird kommen.