PecuniaOlet

Ich bin deutsch - Und das ist gut so!

Vor wenigen Tagen las ich bei mm-news als Antwort auf einen Kommentar, in dem jemand von "Den Deutschen" sprach, sinngemäß: "Dein Beitrag ist rassistisch. Es gibt nicht "den Deutschen", genauso wenig wie es etwa "Den Franzosen gibt."

Abgesehen davon, dass dieser Kommentator eine gewöhnungsbedürftige Ansicht von Rassismus zeigt, gibt es vielleicht nicht "Den Deutschen", sondern höchstens ein Bild des Deutschen im Ausland, ein Bild des Deutschen bei der Antifa und ein Bild des Deutschen (ein positives) in Israel (bei der Bevölkerung) usw.

Es gibt aber den typischen Bayern, den typischen Hanseaten, den typischen Schwaben, den typischen Hessen, den typischen Sachsen etc., genauso wie es aus unserer Sicht den typischen Süditaliener, den typischen Spanier, den typischen Engländer, den typischen Franzosen oder den typischen Sarden gibt. (mein Ururgroßvater war Sarde)

Der typische (im positiven Sinne) Deutsche war für mich etwa Curd Jürgens, nicht "reinrassig" deutsch, aber Europäer, zweisprachig aufgewachsen und Sohn eines Hamburgers dänischer Herkunft und einer Südfranzösin.

Ein typischer Hamburger in meinen Augen war Hans Albers, ist Helmut Schmidt, Ole von Beust oder Ronald Schill , typische Bayern waren beispielsweise Franz Josef Strauß, Sepp Mayer und Karl Valentin etc. Bei unterschiedlichem Aussehen gab es doch gewisse physiognomische und charakterliche Gemeinsamkeiten, die weniger deskriptiv und auf dem Umweg des Intellekts, sondern intuitiv, direkt und auf den ersten Blick zu erkennen sind.

Es gibt ihn also durchaus, diesen landschaftlichen "Archetypus", den eine bestimmte Region im Laufe der Jahrtausende unter mannigfaltigen Einflüssen hervorgebracht hat, ebenso wie sie den Dialekt (dialegesthai= sich unterhalten) formte. Und es ist das verdammte Recht dieses "Typen", überleben zu wollen! Es ist unser verdammtes Recht, unsere persönliche Vielfalt in der Einheit erhalten zu wollen. Genau das hat die Deutschen stark gemacht. Genau das wollen andere verhindern. Bei manchen darf es, bzw. soll es diesen Typus nämlich nicht geben, aber das ist ein anderes Problem, das direkt in die Niederungen politischer Unkorrektheit führte.

Im deutschen Film "Das Boot" besteht die Mannschaft aus Marinesoldaten vieler deutscher Städte und Regionen von "Flensburg bis Oberstdorf". Sie haben unterschiedliche Mentalitäten, sprechen verschiedene Dialekte, aber eine gemeinsame Sprache: Deutsch - Vorwärts - Überleben - alle für einen und einer für alle. Sie sprechen die Sprache großer Dichter und tiefer Denker. Das haben sie gemeinsam: Die Vielfalt in der Einheit und das Gemeinsame in der Vielfalt - das macht sie stark, und nur das kann unsere Hoffnung und Zukunft sein.

Lasst uns dafür, für uns, für Deutschland kämpfen!