Wir machen den Weg frei!

Banken alle Verbrecher?

Darf man das jetzt sagen? Wenn nicht, dann denke ich es mir.

Vergessen wir mal das "cum, cum" und überlassen es den dafür zuständigen neuen Fachkräften.

Kreditkündigungen zur Unzeit, um sich zum Beispiel von Familien bewohnte Immobilien einzuverleiben oder das Grundstück, auf das ein gewerblicher Großkunde (wie zum Beispiel die Bahn) höchsten Wert legt, sind viel schlimmer. Auch hier gab es bereits mehrfach Verurteilungen von Bankmitarbeitern. Allerdings nur, wenn der Betroffene sich nachhaltig zur Wehr gesetzt hatte, was eher die Ausnahme ist.

Der nette Herr von der Sparkasse kümmert sich auch gerne mal um das Häuschen von Oma, die ohnehin bald ins Altersheim zieht und bietet selbstlos eine völlig unabhängige Schätzung von "Experten" an. Und da ist es sicherlich nur ein bedauernswertes Versehen, wenn Omas Haus dann für die Hälfte des ortsüblichen Verkehrswertes von "Sehr Interessierten" erworben werden kann. Oma rechnet Euro nämlich immer noch in DM um,und ist froh, dass ihr für die alte aber komplett sanierte Immobilie  mit 1000 m² Grund immer noch etwas mehr geboten wurde als der Preis, den sie und ihr selig Helmut vor 50 Jahren dafür bezahlt hatten.

Auch besichert man gerne mal einen Kontokorrent-Kredit mit einem ansonsten schuldenfreien "Häuserl", für den man dann dennoch zwischen elf und 19 Prozent Zinsen verlangt. Und wenn der Kunde dann auch noch so doof ist, diesen ständig in Anspruch zu nehmen und zeitweise sogar zu überziehen, dann duldet man dies eine Weile, und schlägt im richtigen Moment zu: Schlechte Bilanzen, irgendein gerichtliches Mahnverfahren, von dem die Bank Wind bekommt oder gar eine Kontopfändung vom Finanzamt. Aus is! Und die Familie des so gescheiterten wie dämlichen Unternehmers kann noch von Glück reden, wenn sie eine Bleibe im örtlichen Araberviertel zugewiesen bekommt. Wenigstens wachsen die Kinder dann mehrsprachig auf und lernen zu kämpfen. Und werden nicht zu solchen Totalversagern wie ihr Papa.