Geht´s noch deutlicher?

Seit Jahren warnen viele andere und ich vor der Enteignung der Bürger und dem Zusammenbruch des Finanzsystems. Und heute, man mag es kaum glauben, prangt mir in großen Lettern „Warum die Zwangsenteignung für alle kommen wird“ als Überschrift eines Artikel auf Focus Online entgegen. Das ist schon sehr verblüffend, denn bis vor kurzem wäre ein solcher Artikel niemals online gegangen, sogar Leserkommentare, die auf die Möglichkeit einer Zwangsenteignung hinwiesen, fielen normalerweise sofort der Zensur zum Opfer.

Braut sich da jetzt wirklich was zusammen, sollen die Sparer nun auf das Unvermeidliche vorbereitet werden? Nachdem die Mainstream-Medien seit ein paar Monaten dazu übergegangen sind, wenn auch nicht so deutlich wie der Focus heute, auf die unlösbaren Probleme hinzuweisen, könnte der Artikel durchaus die Intention verfolgen, auf baldiges Geschehen hinzuweisen.

Vielleicht möchte man auch nur die Sparer dazu animieren, ihr Geld auszugeben und damit die Wirtschaft anzukurbeln? Das erscheint mir nicht sehr wahrscheinlich, den die Ersparnisse von Otto und Lieschen Müller werden, wenn überhaupt vorhanden, der Wirtschaft nicht wieder auf die Beine helfen können. Die gutsituierte Mittelschicht könnte der Wirtschaft zwar ein wenig Schubkraft verleihen, einen großartigen Aufschwung oder ein neues Wirtschaftswunder werden auch sie nicht bewirken. Die sogenannte Finanzelite, also die Reichen des Landes, haben zur Stabilisierung oder Ankurbelung der Wirtschaft noch niemals einen Beitrag geleistet und werden es auch dieses Mal nicht tun.

Nicht auszuschließen ist, dass man einen Bankrun, und sei es auch nur einen „Schleichenden“, provozieren will, der letztendlich den Kollaps des Systems herbeiführen und eine Enteignung der Sparer rechtfertigen wird und den Schuldigen, den Sparer selbst, gleich mitliefert.

Klar ist, dass es zu einer Enteignung von Sparguthaben kommen wird, wann diese Enteignung stattfinden wird steht in den Sternen. Da es den Verantwortlichen immer schwerer fällt das Finanzsystem aufrecht zu erhalten, liegt der Tag der Enteignung sicherlich nicht in ferner Zukunft.

Hinter Artikeln, wie dem auf Focus Online, verbirgt sich aber noch eine andere Absicht. Wieder werden die Menschen dazu verleitet, sich über die von Politikern zu verantwortende Staatsverschuldung aufzuregen, dem Euro, den Rettungspaketen für die „Südländer“, den Banken, dem Kapitalismus und nicht zuletzt den unseren Sozialstaat „plündernden“ Migranten und Asylanten die Schuld zuzuweisen. Unsägliche Diskussionen darüber, wer von den in Stellung gebrachten „Feinden“ die Hauptschuld am Verlust des Ersparten zu tragen hat, werden wieder von der eigentlichen Ursache der Finanzkrise, dem fraktionalen Reservesystem, also unserem Geldsystem an sich, ablenken. Wieder wird unerkannt bleiben, dass ein mit Zins behaftetes Schuldgeldsystem niemals auf Dauer funktionieren kann. Schließlich soll es auch weiterhin seinen Zweck, die Umschichtung von „Fleißig“ auf „Reich“, erfüllen.


Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.