Peter

Die Welt freut sich - ein wenig aufgedröselt

Im Beitrag „Die Welt freut sich“ habe ich gestern schon ein paar kurze Gedanken über die USA und das Finanzsystem geäußert. Weil diese Gedanken ein wenig nebulös klingen, sollte ich sie vielleicht ein wenig klarer formulieren.

Das Finanzsystem, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, wurde durch das Anheben des Schuldenlimits der USA zum wiederholten Mal vor dem Zusammenbruch bewahrt und die Welt freute sich. Nun ist es nicht so, dass so ein Finanzsystem für jedermann von Nachteil ist. Im Gegenteil, die Funktionsweise des Finanzsystems ist darauf ausgelegt, vorhanden Reichtum zu mehren. Der Zins, das Fraktionale Reserve-System und die Arbeitskraft der Masse der Bevölkerung sind die Werkzeuge, die es dazu benutzt, seine Funktion zu erfüllen. Es würde jetzt zu weit führen, auf die Funktionsweise des Finanzsystems genauer einzugehen, mehr dazu finden Sie hier. Es genügt vollkommen, sich das Finanzsystem als einen Werkzeugkasten vorzustellen, dessen Inhalt einer kleinen, elitären Minderheit dazu dient, ihren Reichtum anwachsen zu lassen. Es wäre sicherlich auch nicht falsch, zu behaupten, diese elitäre Minderheit ist das Finanzsystem.

Diese Minderheit, deren Reichtum, sei es in Form von Geld, Gold oder Sachwerten, mittlerweile groß genug ist, strebt nun nach der wahren Macht. Wahre Macht bedeutet, über Mensch und Land zu herrschen. Doch über welche Länder sollte diese elitäre Minderheit denn herrschen wollen? Es sind doch schon so gut wie alle Länder dieser Welt - bis auf ein paar „Schurkenstaaten“, wenn auch noch nicht für jedermann erkennbar -, von ihr regiert. Das Ziel dieser Minderheit kann nur die Errichtung einer globalen Regierung, hinter der sie sich verbirgt, sein.

Und damit kommen wir zu den USA. Ja, ja, die USA machen sich sich gerade lächerlich. Die NSA-Affäre, die Syrien-Blamage, der Shutdown, die Anhebung der Schuldengrenze usw. lassen die Welt erkennen, in welchem marodem Zustand sich die Noch-Supermacht befindet. Für die Welt ist es schier unbegreiflich, wie es dazu kommen konnte, dass sich die USA in eine solche Situation hinein manövriert haben. Doch es steckt Sinn dahinter.

Das bringt uns zurück zur kleinen, feinen, elitären Minderheit, für die die USA auch nur einen von ihr regierten Staat darstellen. Ihrem Plan, eine globale Regierung zu installieren, eine Neue Weltordnung zu schaffen, stünde eine noch existierende Weltmacht nur im Wege. Der Versuch, die Staaten der Welt unter dem Dach der USA zu vereinen würde scheitern. Nur die wenigsten Staaten wären bereit, sich unter die Hegemonie der USA zu begeben. Das Ziel einer Neuen Weltordnung lässt sich nur erreichen, wenn sich die einzelnen Staaten dies selbst wünschen. Wie die Erfahrung zeigt, finden Zusammenschlüsse immer nur dann statt, wenn es gilt einer gemeinsamen Bedrohung zu widerstehen.

Womit wir wieder beim Finanzsystem, also der elitären Minderheit, wären. Legt die sich schlafen, anders ausgedrückt, lässt sie das Finanzsystem kollabieren, dann käme es in Folge zu inneren Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände in, die USA eingeschlossen, vielen Staaten. Die, wie auch der eine oder andere, für die elitäre Minderheit noch nützliche, Krieg, würden diese Bedrohung schaffen. Die meisten Staaten der Welt, vor allem deren Bürger, würden sich dann das Erreichen der gleichen Ziele wie der kleinen, elitären Minderheit, eine neue Weltordnung, wünschen. Schon sehr oft gelang es der elitären Minderheit ihre Ziele zu erreichen, weil das Erreichen dieser Ziele der „Wunsch“ eines Großteils der Menschen war.

Dann wird das Finanzsystem wieder erwachen, für ordnungsgemäßen Zahlungsverkehr, für die Zahlung von Zinsen auf Sparguthaben und vor allem für die Vergabe von Krediten Sorge tragen. Die Welt wird sich wieder freuen.

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.