Vom Hosenanzug zum Burkini: Empörung als Mittel zur Transformation

Empört,
jawohl, em-pört bin ich!
Ganz Deutschland gibt sich
hemmungslos(!)
dem Jahresabschlussbesäufnis hin,
polizeilich geschützt,
staatlich reglementiert und alimentiert, weil letztlich steuerlich höchst einträglich.
Mit dieser Art Empörung stehe ich allein auf weiter Flur, ich weiß! Danke für den Hinweis.

Die andere Art von Empörung findet dagegen rege Zustimmung:
eine andere Art von Empörung von Seiten einiger,
in diesem unserem Lande allseits steuerbewehrt vegetierender Personen.

Eine Empörung über Menschen
mit Abstammung aus einem gewissen anderen Kulturkreis,

Eine Empörung über Menschen,
die derzeit vermeintlich meist weder steuern- noch sozialversicherungszahlend sind,
aber es vielleicht gerne sein wöllten.

Man meint über gewisse natürliche Reaktionen empört sein zu müssen.
welche anderswo,
nämlich im sich ausweitenden Kulturkreise eines Propheten namens Mohammed
durch starke Reglementierung weiblicher Angebote,
in Grenzen gehalten werden,
weil sie strafbewehrt sind.

Diese Art der Empörung halte ich für künstlich
und also ganz und gar nicht gerechtfertigt!

Denn eben jener, nicht geringe steuerbewehrte Personenkreis in diesem unseren Lande
empört sich für gewöhnlich mitnichten über gewisse Reaktionen
seitens einiger Menschen des eigenen Kulturkreises
- jenes Kulturkreises nämlich von Descartes, Hegel, Nietzsche und Freud -
auf gewisse, eindeutig interpretierbare Angebote
seitens mancher, mitnichten holder Weiblichkeit,
welche in hellichter Öffentlichkeit
und nicht nur im Schutze einer Silvesternacht
in mehr oder weniger staatlich geduldeten
oder sogar institutionalisierten,
weil steuererheblichen Etablissements
sich dem Grabschen und Inallenlöchernfingern hemmungslos
aber staatlich erlaubt, ja sogar staatlich erwünscht, weil steuerbewehrt,
hingeben, Swingerclubs, Sexdiscos, Pornomagazinen, Nacktbars, Strassenstrich, Puffs, etc.
ganz zu schweigen von den zahlreichen, gesellschaftlich nichtempörungsbewehrten
aber leider nur schwer besteuerbaren Seitensprüngen, Onenightstands, Quickies,...

Es stehen sich also die zwei Kulturkreise gegenüber, die jeweils für ihre eigenen höchst unterschiedlichen
Interessen Staatsgewalt beanspruchen...
... mal sehen, welche der Interessen einleuchtender klingt:

Der Unsrige:

Das Interesse Descartes:
- Ich denke, also bin ich, ich mach was ich will!
Das Interesse Hegels:
- Du bist, also denke, aber mach, was ich will!
Das Interesse Nietzsches:
- Gelöst von allem Sein, Du bleibst Du und ich ein Schwein!
Das Interesse Freuds:
- Was dich erlöst ist der Finger im Loch

Der Andere:

Das Interesse Mohammeds:
- Bist du nicht willig, nehm ichs mit Gewalt! Nimmst keine Burka, streich ich dein Gehalt!

Man muss also zugeben:
das Interesse Mohammeds ist a) für uns einfache, kulturell völlig entleerte Gemüter viel einfacher zu verstehen, -
kommt b) den sogenannten Empörten maximal entgegen und ist zugleich c) dem gewöhnlich zu erwartenden, niedrigen
staatlichen Sinnen und Trachten nach maximaler Bürgerruhe aufgrund maximaler Kontrolle bei gleichzeitig maximaler
Steuerausbeute das zu allen Zeiten am höchsten erstrebenswerte Ziel!

Die Transformation vom Hosenanzug zum Burkini ist also nur noch eine Frage der Zeit.

Und überhaupt sehe ich keinen Wesensunterschied
zwischen einem unmittelbar gewerbesteuereinträglichen Swingerclub,
einem mittelbar einkommenssteuerbevorteilten Sekreärinnenblowjob
und einer schwarzgekräuselten Löcherbefingerung im Bahnhofsköln.

Letzteres jedoch bringt dem Staat noch nichts ein - nur von daher wähne ich
staatlich empörten Widerstand - jedoch nur solange, bis Schwarzgekräuselte
oder Dunkleralsgewöhnliche mit der per App kontrollierten Löcherbefingerungssteuer belegt sind.

Hier ein Spieglein dem Empörungskünstler:

Könnte es sein, daß hier wem
ein Spieglein an der Wand seines miefigen Appartements
nur so eben beiläufig beim Hinausgehen zur nächsten Entrüstungsdemo
- sei es auf dem Domplatz oder in der Kölner Knesset - zuraunzt,
was für ein elend armseliger Heuchler er sei?

Und selbst, so jener Empörer über gar keinen Spiegel im Flur verfügte,
liegt doch wenigstens einmal (in der Demopause) der Zwang auf ihm,
nach dem Sichentleeren auf dem Pissoir
nur so eben beiläufig beim Hinausgehen
in einen solchen blicken zu müssen,
was ihm immerhin die nicht geringe Chance böte
sich selbst,
wenn auch spiegelverkehrt
zu erkennen.

Und was wäre,
wenn jener tatsächlich,
wider Erwarten,
in einem hellen Momente seines Daseins
zur Erkenntnis seiner Heuchelei gelangte?

Würde er vor diesem Spiegel verweilen
und seinem Gegenüber offen ins Auge blicken
und auf einmal seines Daseins gewärtig sein,
das heisst "be-wusst"?

Was würde der Spiegel auf die Frage antworten?

42?

Auf welche welche Frage?

Wenn hingegen ich,
der ich diese Zeilen hier schreibe,
meinerseits vor diesem Spiegel stünde,
(Du weisst schon, vor jenem im Knessetklo),
dann würde ich mich zwar auch an diese
durchaus interessante Antwort erinnern,
jedoch auch an die Frage aller Fragen,
die zu stellen man Zeit seines Lebens zu verdrängen bestrebt.

Diese Frage überhaupt zu stellen
hat durchaus etwas einigermaßen lobenswertes für Adepten
hebt aber tiefere Fragesteller
auf das königliche Niveau der Philosophen
(zumindest solange jene zu schweigen imstande sind)
nämlich auf das Niveau der Liebe zu etwas, mithin jemanden,
dem jeweils anderen
- eurem aktuellen Gegenüber nämlich!

Der Frage nach dem Sinn des Lebens
solltet ihr euch vermittels des wahrheitsverpflichteten Spiegels nähern.

Dieser gibt euch über die Jahre zwar immer eine spiegelverkehrte,
aber doch immerhin eine Antwort:

"Ihr Götzen, Ihr seid die Schönsten hier
in diesem Pissoir
und diesem Flur,
aber jene Anderen
hinter den sieben Bergen
bei den sieben Zwergen
sind tausendmal schöner als ihr."

Also:

Den Grad der inneren Schönheit eines Menschen
vermag ein Spiegelbild im Klo
seinem Betrachter nicht zu vermitteln,
aber das lebende Spiegelbild,
da draussen auf der Domplatte und vor dem Bahnhof,
welches Dich in Resonanz geraten lässt,
je nachdem Du disponiert bist,
schafft das mühelos...
...
...mit einem Wimpernschlag!

Du also...
...
...bist der Penner,
gib's zu,
jetzt aber,
da Du diese Zeilen gelesen hast,
nicht mehr!

Das wollte ich nur mal gesagt haben!

Und ich bekenne hiermit meine Sympathie
gegenüber jedwedem Menschen,
der sich mit einem Male
wenigstens ein einziges Mal in seinem kurzen Leben
seiner eigenen Schwäche bewusst wurde,...

...der sich daher selbst Einhalt gebietet,
der seinem Gegenüber, dem lebenden Spiegelbild
das Dasein gewährt,
und ihm,
wenn schon nicht nach seinem Gefühl
so doch wenigstens willentlich
ein Wort,
einen Blick,
wenigstens eine winzige Geste
der Dankbarkeit über sein Dasein zukommen lässt.

Diese Dankbarkeit findet man
seltsamerweise
nur ein paar Schritte vom Domplatz entfernt
bei diesen drei
seltsamen
Fremden aus fremdem Kulturkreise
zu deren Ehren Deutschland seit
Jahrhunderten an einem Denkmal baut,
welches beständig ruft:

"Danke Dir, dass Du da bist!"



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wurde heute am 8.1.16 erstmals auf homment.com veröffentlicht. Wer diese Meinung oder Teile daraus zu seiner eigenen
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perplex