Was ist Dein Problem?

Die Diskrepanz zwischen Wollen und Sollen? Zwischen Können und Wollen? Möchten und Dürfen? Oder zwischen Dir und den anderen?

Wären die Persönlichkeiten und Bedürfnisse der Menschen (wie in einem Bienen- oder Ameisenstaat) aufeinander abgestimmt, und würden sie sich wie Teile eines Puzzles harmonisch zu einem Gesamtbild ergänzen, gäbe es diese Probleme nicht. Der menschliche "Staat" jedoch entspricht einer unnatürlichen, zur Ausbeutung von Mehrheiten durch Minderheiten geschaffenen Geistesgeburt..

Vielleicht hast Du ja aber auch gar kein Problem, weil Du "Dein ureigenstes Ding" längst aufgegeben oder verdrängt hast. Dann wird es Dich jedoch spätestens "im nächsten Leben" wieder einholen.

Woher kommen diese Probleme? Sie kommen daher, weil sich die (zivilisatorische) Realität unserem Wollen nicht anpasst und wir unser Wollen nicht wirklich dieser Realität anpassen können,ohne Bedürfnisse zu verdrängen ("die Trauben sind mir viel zu sauer" etc.).

Irgendwann meldet sich dann aber das Problem wieder oder wächst im "Unbewussten" zu einem dämonischen Monster heran. Selbsthass, Depressionen und Hass auf andere; Perversionen, absolutes Machtstreben und Aggressionen auf der einen, Ängste und Krankheiten auf der anderen Seite sind häufig die Auswirkungen verdrängter Bedürfnisse und Triebe. Materieller Reichtum bietet keinen Schutz, lindert aber häufig die Symptome.

"Seelische Abgründe", Sadismus, Pädophilie, Vergewaltigungen, Prostitution, Kriminalität, Drogensucht und freiwillige Erniedrigung kommen bei Angehörigen von Naturvölkern entweder gar nicht oder nur in extrem seltenen Ausnahmefällen vor.

Könnte man nicht die Bequemlichkeiten der Zivilisation mit der "Psychohygiene" der Naturvölker verbinden oder hat eben alles seinen Preis?

Das Erscheinen des Geistes im Menschen gleicht dem Eindringen eines außer-raumzeitlichen fremden und den Lebensfluss der Natur störenden "Elements". Zugvögel wissen, wo`s langgeht. Moderne Menschen brauchen einen Kompass. Wenn Du beim Fliehen vor einem wilden Tier erst nachdenkst, in welche Richtung Du laufen sollst, hast Du meist schon verloren. Wenn du beim Sex darüber nachdenkst, ob Du "gut" bist, bist Du`s  wohl eher nicht. Wenn Du während eines 100 Meter Sprints über den verpatzten Start nachdenkst, wirst Du deutlich langsamer. Wenn du eine Welle betrachtest, kannst Du nicht das Teilchen orten, und wenn Du das Teilchen ortest, gehen Dir die Eigenschaften der Welle verloren. Beides sind "Produkte" des Geistes. Der Geist kann nicht in der Zeit liegen, sonst könnte er sie nicht durch Messen und die Einteilung in dauerlose Zeitpunkte "zerschneiden". Er würde sie nicht einmal wahrnehmen. Gleiches gilt für den Raum. Flösse der Geist mit der Zeit mit, hätte er kein Bewusstsein für das Fließen, das er auch nicht erklären kann. Ebenso wenig wie das Schicksal. Es gibt nicht "genau sechs Uhr" und auch keinen exakten Punkt im Raum oder eine Erklärung für Bewegung. Der Geist kann das Leben lediglich "zerschneiden" und zergliedern und hält überwiegend alles mess- und wägbare für Realität. Dem Schicksal verweigert er sich un will es beherrschen. Wie das "Weib" und die Natur.

Eine mögliche Lösung wäre eine Herstellung der Harmonie von Natur/Seele/Frau und Geist/Religion, Wissenschaft/Mann.

Das gelingt aber nicht durch einen Geistes-/Willensakt, sondern nur durch eine Art  "Gnade" und ein "Horchen" in die eigene und äußere Natur. Leider gelingt das nur wenigen Individuen.

Die Menschheit der Zivilisation bleibt vom Geist besessen und sich selbst entfremdet, weil sie einen Aspekt ihres Wesens verdrängt und verleugnet. Das ist ihr Todesurteil. Was ist Nirwana? Reines Bewusstsein ohne Freude, Leid und Identifikation. Weder Trägheit noch Aktivität, weder Fühlen noch Denken noch Wollen. Ein positives Nichts. Die Fluchtburg des Geistes und seine Heimat.

Die sogenannten "Erlösungsreligionen" und die Zivilisation eint das Ziel, Geist und Natur zu trennen. Als die indische Kultur ihren zivilisatorischen Höhepunkt (und damit enorme Klassenunterschiede) erreichte, entstand der Buddhismus. Das deutsche Wort "Gebot" und das Sanskritwort "Buddha" sind verwandt und entstammen derselben indogermanischen Wurzel (siehe auch "Bodhi"). "Zucht" bringt Kapital (capitalis=den Kopf betreffend, capitale=Köpfe eines Viehbestandes=Macht, Ansehen, Vermögen, Geld) .Am Anfang der Klassengesellschaft stand das patriarchale Hirtentum, das durch "Zucht und Ordnung" mehr Köpfe an Vieh (später Zinsen) abwarf. "Zucht und Ordnung" und damit die Unterwerfung unter eine (sozialistische) "höhere Sache" zum Zwecke der Herrschaft priesterlicher und säkularer Minderheiten sowie zur Knechtung des Individuums durch eine "väterliche" Gewalt. (Papst, Kaiser, Staat...Bankster)

Der Geist möchte sich die ihm völlig fremde und suspekte Natur aneignen und unterwerfen. Er strebt nach Macht. Triebe verhindern diese Macht. Deshalb setzt er (der "Papa") "Ge-setze" und Gebote. Davon versteht er was, das ist "sein Ding". Naturvölker sind dem "Mensch-Sein" näher. Ihre Gemeinschaft ist eine natürliche, deren "Gesetze" sich aus dem Umgang miteinander ergeben. Wir hingegen sind "geistes-gestört" und im Grunde dauernd verängstigt, etwas zu verlieren. Wir brauchen ein niedergeschriebenes System der Ordnung und Ideologien, die wir dennoch ständig brechen. Diese Angst kompensiert die Zivilisation meist mit dem Streben nach absoluter Macht. Bis zum absoluten Untergang.