CIA-Aktivitäten in Mazedonien

Die griechische Zeitung Ekathimerini hat am 19. Januar einen Bericht über die CIA-Aktivitäten in den Balkanländern veröffentlicht. Danach wurde die Zeitung der Zensur ausgesetzt.
Anfang der 1990er Jahre stellten die USA die Sicherheitsbehörden der ehemaligen jugoslawischen Staaten unter ihre Kontrolle. Die US-Geheimdienste waren mit der Republik Mazedonien besonders eng verbunden. Die Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums und des Innenministeriums Mazedoniens (Vlado Popovski, Branko Duzevic, Stanko Pipan u.a.) haben Aufträgen von der US-Residentschaft in Sofia bekommen.
Sie gewannen Geheiminformationen über Serbien und andere benachbarte Staaten durch elektronische Überwachungsmittel, die die Amerikaner ihnen zur Verfügung gestellt hatten. Die US-Geheimdienste bekamen auf solche Weise den Zugang zum Verschlüssler KZU-71 der Jugoslawischen Volksarmee, die Muster von drei Arten des Kabels der Bodenleitung, das Diagramm des Kabelnetzes und der geschlossenen Funkverbindung der SFRJ, das Verzeichnis der jugoslawischen Kabel mit technischen Angaben und die Dokumente hinsichtlich der Benutzung der Frequenzen, Pausenzeichen, der täglichen und nächtlichen Plan. Die CIA hatte es vor, die Fernmeldeverbindung zwischen Griechenland und Serbien zu überwachen.