Peter

Der Taum von €uropa

Der Traum von einem blühendem, prosperierendem €uropa, in dem die Bürger aller europäischen Staaten den gleichen, gehobenen Lebensstandard genießen können, ist ausgeträumt. Dennoch versuchen Politiker immer noch verzweifelt die Bürger Europas davon zu überzeugen, dass für die Verwirklichung dieses Traums eine Gemeinschaftswährung, der natürlich eine gemeinsame Außen- und Fiskalpolitik folgen muss, unabdingbar ist. Unter der Knute der Wirtschafts- und Finanzwelt stehend, nehmen sie für die Verwirklichung dieses (Alp)Traums in Kauf, Länder in Armut zu stürzen und Europa in eine Diktatur zu überführen.

Unterstützt von einer Propagandamaschinerie, die täglich über die Erfolge auf dem Weg aus der Krise berichtet, therapieren sie weiterhin eine ihnen unbekannte Krankheit und bringen Europa dadurch an den Abgrund. Nun, da die Krankheit schon zu weit fortgeschritten ist, bleibt der Politik auch gar nichts mehr weiter übrig, als ihre sinnlosen Maßnahmen weiter fortzusetzen. Nachdem sie dafür gesorgt hat, die tödlichen Lasten der Banken den Bürgern Europas aufzubürden, steht sie nun mit dem Rücken an der Wand und fürchtet sich vor dem Tag, an dem sie den Bürgern verkünden muss, dass sie leider mit ihren Ersparnissen für die Zockerei der Banken geradestehen müssen. Dafür, dass dabei für die Banken nichts schief geht, hat man gesorgt. Dass diese Ersparnisse den Verursachern der Krise gutgeschrieben werden, das zu verkünden werden sie nicht wagen.

Einzig und allein diese Furcht ist es, die die Politik dazu veranlasst, das Spielende hinauszuzögern.

Für diejenigen Leser, die noch immer verzückt der Propaganda der Mainstream-Medien lauschen und davon überzeugt sind, dass alles wieder gut wird, wiederhole ich mich gerne.

Nichts, rein gar nichts, hat sich im Laufe der letzten fünf Jahre gebessert oder zum Guten gewandt. Schulden wurden mit neuen Schulden bekämpft um die Zeit zu schinden, die Banken brauchten, um die für sie tödlichen Papiere an die europäische Zentralbank zu verkaufen und damit die Haftung an die Bürger der Währungsunion weiterzureichen. Von der Last befreit, begannen viele Banken das Spiel von Neuem und manövrierten sich, wohl wissend dass die Bürger Europas auch weiterhin für ihre Spielschulden aufkommen werden, abermals an den Rand des Bankrotts. Nicht ohne Grund werden deshalb nächstes Jahr 70 Prozent des deutschen und 90 Prozent des französischen Bankensystems unter die Aufsicht der EZB geraten. Wer allerdings glaubt, dass eine solche Aufsicht auch nur ansatzweise Positives bewirken wird, der wird sich wie immer getäuscht sehen. Beaufsichtigen heißt nicht anderes als notfalls retten.

Wie es um die Erfolge des Vorzeigelandes Irland bestellt ist, macht die Bitte um weitere zehn Milliarden Euro deutlich. Der irische Traum ist geplatzt.

Sich über irgendwelche Erfolge in Griechenland zu unterhalten macht keinen Sinn mehr. Das Land ist wirtschaftlich und finanziell am Ende. Die offizielle Schrumpfung der Wirtschaft wird nach genauer Kontrolle höher sein und der offiziell zu erwartende primäre Haushaltsüberschuss wird die Experten Lügen strafen. Bei einer Arbeitslosigkeit jenseits von Gut und Böse und einer weiterhin sinkenden Industrieproduktion ist nichts anderes zu erwarten.

Wie es um Portugal (Auslandsverschuldung, Baugewerbe, Export), Spanien (Staatsschulden, faule Kredite) und Italien (Arbeitslosigkeit, faule Kredite) bestellt ist, will ich nicht detailliert aufführen. Sie werden das griechische Schicksal teilen.

Das gleiche Schicksal ereilt, nach nur fünf Jahren Euro, Slowenien. Darüber wird noch das Mäntelchen des Schweigen ausgebreitet, könnte ja Wahlergebnisse beeinflussen.

Frankreich, über dessen Situation man in den Propaganda-Medien tunlichst schweigt, stellt auch keine Insel der Glückseligkeit dar. Einzelheiten dazu erspare ich mir ebenfalls.

Welch Glück, dass Europa über diverse Rettungsschirme wie die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) verfügt. Die retten den Euro und verdienen sogar an der Misere – falls sich dort nicht verrechnet wurde.

Und noch mehr Glück könnte den kleinen und mittleren Unternehmen in Südeuropa schon bald haben. Denn vielleicht werden ihnen ihre Schulden demnächst von den noch steuerzahlenden Bürgern Europas abgenommen.

Glück auf und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel Europa! Alles wird gut!

PS: Glauben sie bloß nicht, dass das alle schlechten Nachrichten zu Europa waren.

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.