​Energiewende in Schwellenländern würde weitere Flüchtlingsströme erzeugen!

Was hat die Energiewende, die das Weltklima retten soll, mit der immer größer werdenden Zahl von Flüchtlingen aus Entwicklungsländern zu tun? Auf den ersten Blick gibt es keinen Zusammenhang. Doch schaut man genauer hin, ist die Energie die Basis des Wohlstandes. Die ist in den Entwicklungsländern nicht vorhanden. Die Industrieländer mit Deutschland an der Spitze fördern weitgehend dort nur teure und wetterwendische Windstrom- und Solarstromanlagen, mit denen ein wirtschaftlicher Industrieaufbau nicht möglich ist. Die Länder verharren so weiter in Armut. Die Zahl der Wirtschaftsflüchtlinge, die in den Industrieländern ein besseres Leben suchen, wächst daher weiter an.

Um diese Aussagen zu verstehen, müssen wir kurz die Menschheitsgeschichte betrachten. Allgemein wird der Mensch definiert als das Lebewesen, das eine Sprache entwickelt hat und bewusst Werkzeuge nutzt. Wie wir inzwischen wissen, gilt dies aber auch für eine Reihe anderer Lebewesen, wie Affen, manche Vögel und Delphine. Der Mensch hat jedoch darüber hinaus gelernt, Energie für ein besseres Leben zu nutzen. Mit der Zähmung des Feuers konnte er seinen Lebensraum erweitern und tiefen Temperaturen trotzen. Das Nahrungsangebot wurde durch Kochen, Braten und Rösten stark vergrößert. Mit dem Feuer konnte Keramik, Bronze und Eisen hergestellt werden.

Zunächst wurde also nur die Wärmeenergie genutzt. Holz dazu gab es reichlich. Arbeit, also mechanische Energie, musste jedoch der Mensch leisten. Später arbeiteten Pferde, Esel, Elefanten usw. nach ihrer Zähmung für den Menschen. Seit einigen tausend Jahren wird das fließende Wasser für Wassermühlen und der Wind zum Segeln und für Windmühlen genutzt.

Mit der Energienutzung hat sich der Mensch weit aus der Tierwelt herausgehoben. Doch das Leben blieb bis in die Neuzeit für heutige Begriffe ärmlich. Die Lebenserwartung lag bei etwa 40 Jahren. Gearbeitet wurde zehn Stunden pro Tag und sechs Tage in der Woche. Hinzu kam häufig noch ein Anmarschweg zur Arbeitsstätte von einer Stunde.

Grund für diese Zustände war ein Mangel an mechanischer Energie. Die Leistung des Menschen liegt bei 0,1 Kilowatt. In 10 Stunden kann er gerade eine mechanische Energie (Arbeit) von einer Kilowattstunde (kWh) erbringen, für die wir heute als elektrische Energie knapp 30 Cent bezahlen. Auch die Leistung der Arbeitstiere und der Wind- und Wassermühlen ist im Vergleich zum Bedarf gering. So hielten sich wohlhabende Menschen für die verschiedenen Arbeiten Sklaven. Im antiken Rom gab es mehr Sklaven als freie Bürger. Kriege wurden geführt, um Sklaven zu bekommen. Diese Situation gab es weltweit von China über Europa bis hin nach Mexiko. Sie wurde erst geändert durch zwei grundlegende Entwicklungen.

Um 1800 wurde die Dampfmaschine erfunden. Diese Maschinen wandeln Wärmeenergie in mechanische Energie um. Zusammen mit der Entdeckung und Nutzung der Kohle als Brennstoff gab es nun mechanische Energie im Überfluss. Sie war und ist viel preiswerter als die Arbeit, die Sklaven leisten können. Sklaven wurden zu teuer. Die Sklaverei war zu ende. Als weitere Folge endeten auch die Hungersnöte, weil mit Dampfzügen schnell und ausreichend Nahrungsmittel in Gebiete mit Missernten gebracht wurden. Mit Ochsenkarren war das nicht möglich.

Mit der Entwicklung des Dynamos um 1870 wurde die Neuzeit eingeleitet. Der Dynamo wandelt mechanische Energie in Strom, also elektrische Energie um. Der Strom kann in großen Mengen durch dünne Drähte zu den Verbrauchern geleitet werden. Dort wird er wieder umgewandelt in die gewünschten Energieformen: in Wärmeenergie, in mechanische Energie, in Licht, in Radiowellen, in Röntgenstrahlen usw.. Strom ist wirtschaftlich nicht speicherbar. Daher muss er zum Zeitpunkt seiner Erzeugung auch verbraucht werden. Die Erzeugung muss den Schwankungen des Bedarfs ständig angepasst werden. Dazu ist ein großer Aufwand erforderlich.

Trotz dieser Schwierigkeit ist Strom heute die wichtigste Energieform für unser tägliches Leben, also für unseren Wohlstand. Aus jeder Steckdose können wir die Leistung von 22 Menschen jederzeit abgreifen. Fällt der Strom aus, bricht das tägliche Leben zusammen. Es gibt kein elektrisches Licht, kein Wasser und keine Zentralheizung. Radio, Fernsehen, Computer und Handy versagen. Kühlschränke werden warm. Wir brauchen also für unseren Wohlstand eine sichere und preiswerte Versorgung mit ausreichend Strom. Dies zeigt sich an der Preisentwicklung für Strom. Um 1900 musste ein Facharbeiter eine Stunde arbeiten, um eine Kilowattstunde Strom zu bezahlen. 70 Jahre später kostete die Kilowattstunde nur noch 0,9 Arbeitsminuten. Die Stromkosten sind jedoch nicht geringer geworden, weil Haushalte und Fabriken immer mehr elektrifiziert wurden. Ab 1970 sind die Kosten für die Kilowattstunde im Vergleich zum Arbeitseinkommen wieder gestiegen. Ursachen sind Steuererhöhungen und die Kosten der Energiewende. Zwangläufig führt eine solche Politik zur Minderung des Wohlstandes.

Der Energieverbrauch in Deutschland liegt bei 50.000 kWh pro Einwohner. Das sind 6 Tonnen Steinkohle oder 5 Tonnen Erdöl. Bei einer Arbeitsleistung des Menschen von rund 300 kWh im Jahr lässt also jeder von uns 150 Menschen für sich arbeiten. Viele Entwicklungsländer haben weniger als ein Zehntel des deutschen Verbrauchs. Entsprechend niedrig ist dort der Lebensstandard.

Die Entwicklungsländer werden nun massiv mit den teuren und wetterwendischen Windstrom- und Solarstrom-Anlagen „beglückt“, um das „Weltklima“ zu retten. Die nicht planbare Stromerzeugung mit diesen Anlagen kann nur zu einer Notversorgung führen mit schwankenden Spannungen und Frequenzänderungen. Viele elektronische Steuerungen und Computer versagen unter solchen Bedingungen. Für den Aufbau einer zeitgemäßen Industrie sind sie ungeeignet. Der Export der deutschen Energiewende in die Entwicklungsländer füllt zwar die Kassen der Profiteure auf Kosten des deutschen Steuerzahlers und erhöht den Exportüberschuss, lässt aber die Empfänger weiter in Armut zurück.

Ein besseres Leben winkt nur in den Industrieländern mit ihrem Wohlstand durch die Nutzung von viel bezahlbarer Energie. Daher werden sich immer mehr Menschen aus den Entwicklungsländern auf den Weg machen, um ein besseres Leben zu erreichen. Abhilfe kann nur eine verlässliche und preiswerte Energieversorgung in den Entwicklungsländern bringen. Es müssen dazu je nach Land Kohle-, Gas- oder auch Kernkraftwerke gebaut werden. Mit regenerativer Energie bleiben die armen Länder weiterhin arm.