Neuseeland: 2 Senioren bereisen das andere Ende der Welt (1. Teil Wellington + Nordhalbinsel)

Das Abenteuer, die Welt zu entdecken ist nicht alleine jüngeren Menschen vorbehalten. Mit viel Sicherheit, Genuss und bequemem Reisen - aber mit nicht weniger Abenteuerlust - haben wir Neuseeland entdeckt.

Eine etwas langwierige Einreiseabfertigung in Wellington/Neuseeland. Keine Lebensmittel oder Pflanzensamen einführen!!
Ungeduldig wurden wir von unserem Sohn, der schon seit 9 Jahren in Wellington ansässig ist, erwartet.


Wellington

2 ½ Tagen für die Sehenswürdigkeiten sind ausreichend.

Das Museum „TE PAPA“ zeigt eindrücklich die Geschichte Neuseelands und der Maoris. Ein Tonband-Sprach-Guide ist an der Reception erhältlich. Mit dessen Hilfe wird der Rundgang noch interessanter. Das grosse Erdbeben von Napier 1931 erfühlt man in einem Haus. Da rüttelt und schüttelt es ganz heftig.

Kulinarisch aufs angenehmste überrascht. Die Lokale am Hafen sind zu empfehlen.

Wellington über Levin – Bulls nach Wanganui. Dem Whanganui-River entlang – nicht auf der Hauptstrasse! – auf der River Road: Korinti – Ranana – Jerusalem – Pipiriki. Etwa 80 km auf ungeteerten Strassen, aber die Landschaft entschädigt 100%ig. Über Raetihi – Erua zum Dorf National-Park und weiter nach Whakapapa.



320 km total ohne Anstrengung gefahren. Genügend Zeit für Besichtigungs- und Fotostops.

Im altehrwürdigen Hotel The Grand Chateau Tongario zwei Nächte Unterkunft.
Gepflegtes Ambiente, schöne Lounge, saubere Zimmer. Frühstück und Dinner recht gut.



Mit der Sesselbahn zum Ruapehu. Ein unbedingtes Erlebnis, eine Super Aussicht.

Auch schöne Wanderungen werden angeboten. Für Senioren durchaus ohne allzu grosse Anstrengungen zu bewältigen. Festes Schuhwerk ist allerdings Voraussetzung„Walking“-Stöcke sind zu empfehlen.


Die zweite Etappe führte über Taumarunui – Te Kuiti nach Otorhanga. Das dortige Kiwi-House ist ein „Muss“. Freilebende Kiwis bekommt man ja kaum zu sehen. Hier im Kiwi-House sind sie gut zu beobachten.

Zurück geht’s nach Waitomo. 190 km auf guten Strassen. Bequeme Fahrt mit viel Zeit.
Übernachtung im Hotel Waitomo gleich neben dem Eingang zur Glühwurm-Höhle. Gute Lage, Frühstück ok. Dinner haben wir im Dorf eingenommen.

Dank Beziehungen eines zufällig in Waitomo weilenden Neffens, Privat-Besichtigung der„Caves“ Eine gute Stunde, von 08.45 bis 09.45 Uhr. Beim Verlassen der Höhle ist die „Besucher-Schlange“ schon weit über 100 m lang. Dies kurz vor Öffnungszeit um 10.00 Uhr; Wartezeiten schon min 45 Min!


Wer sich hier die Massenabfertigung ersparen will, ein Tipp: Glühwürmchenhöhle und Kiwihaus.: Nocturnal Park von Fairburn (ca. 15 km von Kaitaia. Strasse 1 Abzweig 1 km nach Rangitihi). Etwas abseits, darum wenig Touristen. Südinsel in die Nähe von Te Anau – Glowworm-Caves dort sind ebenso eindrücklich.

Einer spontanen Einladung folgend, besuchten wir noch ein junges Farmer-Ehepaar, bevor wir uns gegen 14.00 Uhr weiter auf den Weg machten. Besichtigungsstops bei der Mangapohue Natural Bridge und bei den Marokapa Falls. Gut ausgebaute und gepflegte Wanderstege ermöglichen eine gefahrlose Begehung zu den schönsten Aussichtspunkten.


Entlang der Taharoa Road mit schönen Aussichten auf den Kawhia Harbour und weiter auf der Raglan Road zu den Bridal Veil Falls.


Gegen Abend Ankunft in Raglan. Das „beste“ Hotel am Platz: Hotel Raglan.


Ein einfaches, doch sauberes Haus mit Etagendusche und -toiletten. Dafür ein ausgezeichnetes Essen.
120 km teils auf Schotter-Strasse doch einmalige Naturschönheiten, fantastische Steilküsten.


Die dritte Etappe, diesmal etwas länger:
von Raglan über Huntly nach Mercer. (Ab da beginnt eine Autobahn - max. 100 h/km! bis Auckland) Durch AKL durch, auf der Strasse Nr. 16 ins Weinanbau-Gebiet um Kumeu, weiter nach Helensville. Rund um den Kaipara Harbour – vorbei an manchen schönen Landschafts-Abschnitten – über Wellsford bis nach Matakohe. Unbedingt ein Besuch im Kauri-Museum. Gut dargestellt sind die Holzbearbeitungs-Maschinen aus dem Ende des 19. Jahrhundert. Arbeiter(puppen) zeigen das damalige harte Leben. Ebenso klar ist der unverantwortliche Raubbau an der Natur dokumentiert.


Beim nächsten Besichtigungshalt – Waipoua Forest – mit den höchsten und ältesten Kauri Giganten kam der Holzfäller-Frevel so richtig zum Bewusstsein. Nur noch ein paar wenige Exemplare sind zu sehen. Der gut ausgebaute Weg führt zu den „3 Schwestern“, dem „Tane Mahuta“ – Gott des Waldes und höchsten, über 51 m hohen und mit 14m Umfang dicksten Kauri, sowie dem „Te Matua Ngahere“ – Vater des Waldes. Ein interessanter Rundgang.


Noch wenige Kilometer bis zum Eingang Hokianga Harbour. Eine atemberaubende Sicht in den Natur-Fiord erlebten wir von der Strasse. Um 18.00 Uhr endete die Fahrt - Ankunft in Opononi.



440 km auf gut ausgebauter Strasse ohne viel Verkehr. Man kann die Gegend genießen.

Ohne Mühe fanden wir eine Unterkunft. Auch hier – einfache, saubere Zimmer aber diesmal mit eigener Dusche/WC. Zum Hotel gehört ein Restaurant. Es gab herrliche „Scalops“ (Jakobsmuscheln) und einem hervorragenden trockenen Weisswein aus der Gegend von Martinborough.



Das 4. Teilstück brachte uns zum Bay of Islands genauer nach Paihia.
90 km nur war der Weg. Also genügend Zeit, die geschichtsträchtige Gegend zu besuchen. Hier landeten die ersten englischen Siedler und Missionare. Das erste steingebaute Haus Neuseelands, eine Missionsstation, befindet sich in Kerikeri. Im Marae von Waitangi schlossen die Engländer mit den Maoris den etwas unklaren Vertrag über den Besitz von Neuseeland ab. Das riesige Kriegskanu, über 50m Länge, gehört auch zu den Exponaten.


Ein vorzügliches Dinner leisteten wir uns im „Duke of Marlborough“ in Russell, – dem Haus mit der ersten Alkohollizenz Neuseelands. Russell war auch die erste Hauptstadt Neuseelands, Status wurde aber wegen Unzucht und Hurerei aberkannt. Die kleine Personenfähre besorgt die Verbindung Paihia-Russell.


Zwei volle Tage waren für die weitere Erkundung dieses „Nordzipfels“ geplant.
Einen Ausflug zum Cape Reinga, und einen in die Inselwelt Bay of Islands zu dem Hole in the Rock.
Beide Touren buchten wir am Ankunftstag vor Ort in Paihia. Verschiedene Anbieter bemühen sich um die Gunst der Touristen. Wir fuhren mit „FULLERS“ und können diesen guten Gewissens empfehlen.

Die Tour „Cape Reinga Heritage“ – Abfahrt beim Hotel 07.30 Uhr, Rückkehr zum Hotel 18.30 Uhr – ist sehr interessanten und nicht anstrengend. Mit einem einfachem Mittagessen/Barbeque unter freiem Himmel, dem kurzen Fussmarsch zum Leuchtturm am Cape, einem Stop in den Dünen und einem auf sicherem Felsplateau am Meeresstrand gab es genügend Fahrtunterbrüche.

Der Busfahrer/Reiseleiter erklärte viel und fundiert. Das Besondere war selbstverständlich die Fahrt über die Ninety Mile, dem Sandstrand entlang des Meeres, auf dem Fahrzeuge nicht unter 60 h/km fahren dürfen und jedes Anhalten im Sand zur Katastrophe führen kann.


Die Bootstour „Cape Brett/Hole in the Rock“ Start um 13.30 Uhr. Zurück um 17.30 Uhr. Eine Tour mit vielen Eindrücken. Das Besondere: Die Durchfahrt durch das „Hole in the Rock“. (Nur bei ruhiger See möglich)
Auf der Insel „Urupukapuka“ Gelegenheit für einen mittelgrossen Rundgang zu Aussichtspunkten und für einen Kaffee Halt.

Fazit nach einer Woche unterwegs – Dank guter Fahrteneinteilung mit genügend „Ruhetagen“ waren die vielen neuen Eindrücke gut zu verarbeiten. Es blieb Zeit um nette Bekanntschaften zu schließen. Auch das Wetterglück war uns hold.



Am Samstag, 22. Febr. weiter auf der Strasse Nr. 1 Richtung Auckland. Nach 15 km, in Kawakawa, an der Hauptstrasse das berühmte Toiletten-Häuschen gestaltet vom Wiener Künstler Friedensreich Hundertwasser

In Waro , nach weiteren ca. 40 km, verließen wir die Hauptstrasse, auf der Marua Road/ Matapouri Road wieder an die Küste. Kurzer Halt im Sportschiff-Hafen von Tutukaka.


Zurück nach Whangarei. Der Umweg von etwas über 50 km hatte sich gelohnt: Eine schöne Landschaft! Zudem führt die Strasse direkt zu den sehenswerten Whangarei Falls.

Auf der Hauptstrasse 1 bis Waipu. Da zweigt die Cove Road nach Mangawhai ab. Auf dieser Strecke gibt's einen interessanten Wanderweg:„Mangawhai Cliffs Walk“. Etwa 7 km vor Wellford wieder auf die Hauptstrasse. Umweg ca. 7 km gegenüber der stärker befahrenen Hauptstrasse. Ab jetzt dichter werdender Verkehr direkt vor Auckland. ca. 300 km inkl. Umwegen. auf guten Strassen mit wenig Verkehr (ausser vor AKL) Genügend Zeit für Besichtigungen und kurze Wanderung.

Auckland ist eine lebhafte Stadt. Dies besonders anlässlich des America`s Cup. Für uns natürlich ein absolutes Muss das „America`s Cup Village“ sofort zu besuchen. Tunlichst verschwiegen wir woher wir stammen. Die Schweizergrew auf Alinghi führte bereits 3:0. Der Stimmung im Village tat dies aber keinen Abbruch. Ein riesen Fest.


Zwei Nächte Aufenthalt sicher zu kurz für eine so grosse Stadt. Aber für einen Besuch auf dem „Tower“, Frühstück und Nachtessen im Stadtteil „Parnell“, Spaziergang rund um den Hafen, eine „Sightseeing-Tour“ mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten war Zeit genug. Sogar für einen Abstecher mit der Fähre nach „Devonport“ reichte es.



Montag 24. Februar 6. Etappe in die „Coromandel“. Etwa 170 km zum nächsten Ziel – der „Driving Creek Railway“des etwas verschrobenen Künstlers, Töpfers und Konstrukteurs Barry Brickwell. Er selbst sass im Führerstand und erklärte auf eindrückliche Weise sein Werk, seine Ziele, die Gegend. Eine Stunde äusserst interessanter Fahrt. Ein unbedingtes Muss!

Auf der Weiterfahrt über die gutausgebaute Strasse Nr. 25 genossen wir eine wundervolle Landschaft.

Wenig bewohnt zwar, dafür umso natürlicher. In Whitianga waren wir luftlinienmässig nur noch wenige Km von unserem Ziel Hahai. Die kleine Fähre in Whitianga – nur 200 Überquerung – ist nicht für Pkw`s. Für die Umfahrung des Whitianga-Harbour waren 36 Km nötig.

250 km Tagesfahrt durch landschaftlich fantastische Gegend und der Gelegenheit für viele Fotomotive.
Im Holiday Park (Camping) fanden wir ein „Cabin“, ein gem��tliches kleines Häuschen mit Terrasse und allem notwendigen eingerichtet.
Noch eine ausgedehnte Wanderung (ca. 1 ¾ Std.) zur „Cathedral Cove“, manchmal über „Stock und Stein“.

Zum Nachtessen mit der kleinen Fähre nach Whitianga. Da den ersten (und gottseidank einzigen) Dämpfer auf der langen Reise: Unser Auto, an der Fährstation parkiert, wurde aufgebrochen. Autoradio geklaut und am Motor kein Zündverteiler und keine Zündkabel mehr. Dazu begann ein tüchtiger Sturm und Regen. Der Fährkapitän half uns und weiteren Leidesgenossen. Nach dem letzten Fährschiff, 24.00 Uhr und ca. 2 Std Wartezeit, schleppte er uns über 10 km zu einer Werkstatt und fuhr uns noch zum Holiday Park.

Mittwoch, 26. Febr. Alles wieder ok. Sogar die Sonne scheint. Abstecher zum „Hot Water Beach“. Dutzende schaufelbewaffnete Touristen warteten auf die 2 möglichen Std für ein warmes Bad im Meer. Lohnt sich nicht!
Auf der landschaftlich schönen, kurvenreichen Strassenstrecke Nr. 2, z.T. hoch über dem Meer, mit einigen Foto-Haltestellen, bis Waihi . Hier eine Fahrt mit der Oldtimer „Goldfields Railway“ins Goldgräbergebiet.
Abzweig zur Küste Waihi Beach. Lohnenswerter Umweg von ca. 20 km. Über Tauranga, Te Puke ins Kiwi-Anbaugebiet. Weiter nach Rotorua.


Gleich vorweg: Es gibt etwas weiter wesentlich schönere und interessantere geothermische Gebiete. z.B.. Wai-o-tapu oder das Hidden Valley in Orakai Korako - Rotorua ist enttäuschend und eine Touristenfalle.


Also gleich nach Taupo (Dafür hier ein paar Tage bleiben!!)

320 km Hahai-Taupo. Genügend Zeit für Zugsfahrt, Fotostops und Wai-o-tapu.




Taupo

2 ½ Tage Aufenthalt. Am Ankunfts-Abend – nach Ticketkauf im Touristenbüro Taupo – Besuch im 70 km entfernten Tamaki Maori Village.

(Zurück Richtung Rotorua) Zwar einige volle Touristenbusse, aber gute Darbietung und gutes Hangi-Essen. Ein Muss!!

Erster Tag „Hidden Valley“.(ca. 80 km hin/zurück). Bilder sagen mehr wie Worte.

Zweiter Tag Segelfahrt mit altem Schoner „Barbary“ auf dem Lake Taupo. (ca. 2 ½ Std.)
Nachmittags mit Taxi zu den Huka-Fällen. Soso lala, dafür Wanderweg (ca. 1 ½ Std) zurück nach Taupo recht schön. Badehosen mitnehmen, da am Weg warme Quellen.

Samstag, 1.März. Sohn fährt mit Auto zurück nach Wellington. Muss wieder arbeiten. Wir nehmen den fahrplanmässigen Bus nach Napier. Eine gemütliche Fahrt von ca. 150 km.



Aus dem Accommodation Guide ein Motel nahe der Busstation gefunden. Sehr zentral gelegen. Zu Fuss alles gut erreichbar. Ein „Unit“ mit Whirlpool im Schlafzimmer!! Preis inkl. cooked Breakfast 140.—NZD.

2003 € 70.--/SFr. 100.—zwei Pers.

Ganzer Nachmittag Zeit für Rundgang durch die nach dem Erdbeben 1931 neu errichtete Art Decor-Stadt. In einem Lokal mit guter Live Jazz Musik angenehm dinniert. Napier muss man sehen und erleben.

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