Bougainville Island

Geheimnisvolle Südsee-Insel, von der Außenwelt abgeschnitten. Ehemalige deutsche Kolonie östlich von Papua Neuguinea - das ist Bougainville! Der ideale Fleck für Abenteurer und alle, die jenseits abgetretender Pfade Südsee erleben wollen: Auf Bougainville herrscht Anarchie!

Die Insel Bougainville, benannt nach ihrem Entdecker Louis-Antoine de Bougainville, gehört zu Papua-Neuguinea und damit zur wilden, weit entlegenen Südsee. Bis 1914 war Bougainville deutsche Kolonie.

Zerstörtes Paradies

Seit 15 Jahren herscht auf Bougainville Bürgerkrieg. 15 000 Menschen starben auf der Insel mit einer Population von 150 000 Einwohnern. Doch dieser Krieg könnte bald vorbei sein. Bougainville strebt die Unabhängigkeit von Papua Neuguinea an.

1930 wurde in Papua Neuguinea die letzte noch von der Außenwelt vollkommen abgeschnittene Urbevölkerung entdeckt. Was die Forscher dabei extrem beeindruckte, war die Brutaliät, mit der die Urvölker sich gegenseitig abmetzelten und tyrannisierten. Die Mär von den friedliebenden Urvölkern, die in Harmonie mit sich und der Natur lebten - sie wurde in Papua Neuguinea begraben. Die brutale Gewalt, die den "Wilden" offenbar inne wohnt, war nicht zuletzt auch in Bougaiville zu spüren. Doch vordergründig ging es bei dem Bürgerkrieg auf der ehemaligen deutschen Kolonie um eine Kupfermine, die das größte Kupfervorkommen der Welt beherbergt.

Geschichte:

Wegen seines nahezu undurchdringlichen Urwalds wurde Papua-Neuguinea als eines der letzten Länder der Welt erschlossen.

Im Jahr 1884 hatte das Deutsche Reich den Nord-Osten von Neuguinea sowie das Bismarck-Archipel als deutsche Kolonie beansprucht.
Fünfzehn Jahre später wurde dann auch Bougainville durch einen reinen Briefwechsel zwischen England und dem Deutschen Reich zur deutschen Kolonie erklärt. Eine eigens gegründete Deutsch-Neuguinea Kompagnie erhielt den Auftrag, das geheimnisvolle Land auszubeuten.

Die 208 Kilometer lange und 96 Kilometer breite Insel wurde 1768 vom französischen Entdecker Louis de Bougainville gesichtet.
Bougainville hatte vier Jahre zuvor auch die allererste Siedlung auf den Falkland-Inseln gegründet. Ironischerweise hatte Bougainville auf die Insel, die nach ihm benannt werden sollte, nie auch nur einen Fuß gesetzt.

Obwohl die Insel damals noch von niemandem beansprucht wurde, stellte Bougainville auch keinen Hoheitsanspruch auf das üppig bewachsene Pazifikparadies. Weil Bougainville nur im Norden und an der Westküste einige tiefliegende Gebiete aufweist, der große Rest des Landes aber mit bis zu 800 Meter hohen und dicht bewaldeten Bergen übersät ist, wollte sich keiner der westlichen Entdecker und Eroberer die Mühe machen, auf Bougainville eine ständige Siedlung einzurichten.


1942 hielten die Japaner die Insel besetzt, die zuvor an die Engländer gegangen war. In einem sinnlosen Kampft um die Südseeinsel starben 90 000 Soldaten. Im Meer sind immer noch Wracks von Flugzeugen und Schiffen zu finden, begehrtes Objekt für Taucher.

Auf Bougainville herrschten teilweise noch "vorzivilisatorische" Verhältnisse. Verschiedene Gruppen von Urbevölkerung lebten und leben hier im Dschungel, sprechen unterschiedliche Sprachen. Zum Teil ein Grund für bewaffnete Auseinandersetzungen mit Pfeil und Bogen - aber auch mit selbstgebauten Gewehren oder alten, zurückgelassenen Kriegswaffen.

Es ging nicht nur um Unabhängigkeit und Landansprüche, sondern auch um eine Kupfermine. Denn Bougainville beherbergt das weltgrößte Kupfervorkommen. Doch die Mine musste 1989 schließen wegen bewaffneter Übergriffe lokaler Stämme. Und bis heute wird jeder erschossen, der sich der Kupermine nähert.

Vater der Rebellion
Francis Ona, auch "Vater der Revolution" genannt, sollte auch nach den Wirren des Bürgerkrieges noch eine wichtige Rolle für das Geschick "seiner" Insel spielen. Bei den Friedensverhandlungen ab 1997 hielt er sich stur zurück. Er betrachtet die Insel seit seiner eigenen Unabhängigkeitserklärung von 1990 bereits als befreit. Dank ihm aber sollten dem australischen Bergbauunternehmen weitere Steine in den Weg gelegt werden.

Denn bis heute befindet sich die (ehemalige) Mine in der Gewalt von Francis Ona und seinen Anhängern.


Das Gemetzel auf Bougainville, bei dem Unabhängigkeit und Rohstoffe nur der vordergründige Anlass waren, hinterließ eine gespenstige Südseeinsel. Verlassene Häuser, kaputte Siedlungen, der Flughafen wurden vom Dschungel "gefressen". Es herrscht Anarchie. Bis heute gibt es keine Polizei und die Behören von Papua Neuguinea haben die Insel abgeriegelt.

Doch Friedensgespräche haben begonnen und es bleibt zu hoffen, dass sie erfolgreich verlaufen.

Hier einige Fotos über Bougainville. Sie zeigen Land und Leute, die geheimnisvolle Kupfermine, und Landschaften der Insel.

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