Denn wer das Leben nicht als "Religion" selbst begreift,

dem ist auch nicht geholfen, wenn er in die Kirche geht - und es spaltet: In (private) Religion und (staatliches) "Gesetz".

Die meisten geben ihr Leben an der Pforte zu ihrer Arbeitsstätte oder Behörde an einen Mechanismus ab und erhoffen sich dann (falls "gläubig") Absolution bei der Kirche.

Und wenn sie dann noch im "falschen Staat" leben, erwartet sie und ihre Nachkommen zudem eine "Kollektivschuld".

Während sie ihre heilige Pflicht taten, war das "Gesetz". Hinterher dann Verbrechen und Sünde.

Neulich sagte mir der Gerichtsvollzieher: "Die GEZ zu zahlen, ist Gesetz!" Ich erwiderte: "Es war auch unter anderem mal Gesetz, dass jüdische Studenten vom Examen für Ärzte und Zahnärzte ausgeschlossen oder nicht mehr zur Juraprüfung zugelassen wurden - Hätten sie da als "Beamter" (ist ja "selbstständig") auch zur Durchsetzung beigetragen?

Was heute "Gesetz" ist, kann nicht nur morgen Unrecht sein.

Aber das ist denen völlig schnuppe. Sie handeln ja "rechtens". Und gehen dann gegebenenfalls in die Kirche.