Deutscher Mieterbund fordert Reform der Kostenverteilung bei energetischen Sanierungen

GUTER RAT: Deutscher Mieterbund fordert Reform der Kostenverteilung bei energetischen Sanierungen

Berlin. Der Deutsche Mieterbund fordert bei der Verteilung der Kosten für die energetische Sanierung von Mietshäusern ein rasches Umsteuern der Politik. „Es geht nicht an, dass die Mieter im Ergebnis die Kosten der energetischen Sanierungen allein tragen müssen“, sagte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten der Verbraucherzeitschrift GUTER RAT. Die Kosten für Klimaschutz und Energieeinsparung sollten auf alle Schultern verteilt werden, so Siebenkotten. „Staat, Vermieter und Mieter sollten jeweils ein Drittel tragen“, forderte er. Zu hinterfragen sei auch die Tatsache, dass die Kostenanteile für die Sanierungsmaßnahmen dauerhaft auf die Miete aufgeschlagen werden können. „Die Mieter sollten diese Anteile nur zahlen müssen, bis die Maßnahme sich amortisiert hat“, sagte Siebenkotten GUTER RAT.

Elf Prozent der Kosten einer Modernisierungsmaßnahme können Vermieter auf die Jahresmiete aufschlagen. Seit der Mietrechtsreform von 2013 müssen Mieter Modernisierungen immer dulden. Lässt ein Vermieter im Rahmen der energetischen Sanierung Dach, Fassade Fenster und Heizanlage erneuern, kann sich die Kaltmiete für eine einzelne Wohnung vervielfachen. Die Energieeinsparungen für Mieter liegen allerdings häufiger weit niedriger als gedacht.