Reisebericht

München - China mit dem Motorrad

Mit dem Motorrad um die halbe Welt. Ein wahrhaft ehrgeiziges Unterfangen. Eine Reise voller Abenteuer und Unwägbarkeiten. Ein paar Männer haben diese Herausforderung angenommen

14.10.2001 Liwa Oasen

Vom Wüstencamp (Kurz nach Tarif) zu den Liwa-Oasen:
Hans glaubts WIEDER nicht und gräbt sich WIEDER in der LKW-Spur ein... und Uli wirft sich seine XT auf den Fuss, was ihm ein paar Tage Schmerzen einbringt.

Die ganze Strasse nach Madinat Zayid (und besonders diese Stadt) und weiter zu den Liwa - Oasen ist pervers. Hier mitten im Sandwüstengebiet ist neben der Strasse und in den Städten alles grün. Neben den Strassen befinden sich dreireihig Palmen, wobei natürlich zu jeder ein Bewässerungsschlauch geht! Nach Zayid gibt es Mischwaldgebiete und sogar kilometergrosse Rasenflächen!! Vor allem die exakte Grenze zwischen Sanddünen und dem Grün ist faszinierend. Dort wo kein Bewässerungsschlauch hingeht ist Sand. Wahnsinn wie die Chefs hier mit den jahrtausend alten Resourcen dieses Landes umgehen...

Hier auf dem Weg zwischen Madinat Zayid und den Liwa Oasen sehen wir auch eine ganze Armee Planierraupen die eine strassengefährdende Düne platt machen. Ein verrückter Anblick...

Das Liwa-Hotel ist wieder Luxus pur und nach Besichtigung derselben fahren wir die Liwa-Oasen Richtung Osten ab. Hier fahren Sepp und ich nach Hamim noch ein Stückchen weiter und werden, als wir gerade interessante Sandtrichter bewundern, von über 20 Caterpillas angegriffen! Zumindest sieht es so aus, weil wir sie erst entdeckten als sie mit rauchenden Schloten in unser Richtung fahren. Also müssen auch hier Dünen "begradigt" werden um diesen Traum, diese Fiktion aufrecht zu erhalten.

Nach kurzer Rast in Hamim, natürlich zum schlorken, gehts wieder zurück nach Meziyrah wo Josi in der Nähe (3km Luftlinie) des Liwa-Hotels seinen LKW vergräbt. Nach Holzbesorgung (zur Ünterstützung der Sandbleche) und einer verbogenen Anhängerkupplung (eines hilfbereiten einheimischen Jeepfahrers) ist der LKW befreit.

Hier schlagen wir auch unser Lager auf und lassen uns von den Einheimischen zeigen wie dünenfahren aussehen soll - mit Jeeps und Quads. Thilo (der einzige der sich hier auch fahren traut) versenkt seine Afrika Twin in einer Senke und es sind 6 Mann notwendig um ihn aus dieser Lage zu befreien. Für mich ist das hier eine tolle Spielwiese mit einer richtigen Steilwanddüne und einigen netten Auffahrten mit denen ich mich vergnüge bis mein Kühler kocht.

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