Infobrief der Monetative

Liebe Geldreform-Interessierte,

zu Beginn des Jahres 2016 beherrscht nach wie vor das Thema Flüchtlinge die öffentliche Diskussion. Von allen Seiten wird dem Staat Versagen vorgeworfen, entweder bei der Kontrolle der Grenzen oder bei der Versorgung vieler Menschen, die zu uns kommen. Es gibt wohl kein Patentrezept für diese neue Herausforderung, aber eines ist sicher: Ohne funktionsfähige öffentliche Strukturen würde es chaotische Zustände geben. Damit staatliche Strukturen funktionieren, muss die Kompetenz zur Geldschöpfung in öffentlicher Hand sein, damit Geld an der "richtigen" Stelle emittiert und das Geldsystem stabiler wird als bisher. Eine weitere Finanzkrise wäre zum jetzigen Zeitpunkt ein Horrorszenario! Erstaunlich, dass gerade jetzt wieder das Thema Abschaffung des Bargelds thematisiert wird, das in die entgegengesetzte Richtung "Privatisierung der Geldschöpfung" weist, und das unter anderem sogar von der SPD. Lesen Sie dazu einen kritischen Beitrag unseres Mitglieds Eberhard Gamm in unserem monetativeblog sowie einen Kommentar von Norbert Häring mit dem Titel "SPD lässt sich einseifen". Interessant auch der aktuelle Stand seines Rundfunkgebühren-Bargeldwiderstands: Er hat seinen Rundfunkbeitrag in bar beim einem Amtsgericht hinterlegt. Mal sehen, wie es weitergeht!

Neufassung Erklärung "Was wir wollen"
Nach längerer Diskussion haben wir jetzt eine Neufassung unserer früheren Initiativerklärung mit dem neuen Titel "Was wir wollen" auf unserer Webseite veröffentlicht: Sei stellt den aktuellen Stand unserer inhaltlichen Forderungen dar, die verschiedene Anregungen und Vorschläge insbesondere von unseren Mitgliedern aufgreift, die aber auch in Zukunft weitergeschrieben werden kann. Lesen Sie hier

Vollgeld-Wochenende im April
Vom 22.-24.April werden wir uns ein Wochenende in Berlin mit diversen Aspekten einer Vollgeldreform beschäftigen. Dabei werden nicht lange Vorträge, sondern kurze Impulsreferate mit anschließender Diskussion gehalten. Auch bleibt genügend Zeit, um sich gegenseitig kennenzulernen und auch noch in verschiedenen Arbeitsgruppen die Fragen einzubringen, die Sie besonders interessieren. Für Samstag ist eine verbindliche Voranmeldung bis zum 17.April notwendig. Hier finden Sie das vorläufige Programm mit dem Anmeldeformular, in dem Sie auch ihre inhaltlichen Anregungen eintragen können. Wir freuen uns, Sie im April kennenzulernen!

Geldgipfel GLS-Bank
In der Hochschule Witten/Herdecke findet vom 21. bis 22.5. 2016 ein weiterer "Geldgipfel" der GLS-Bank-Stiftung statt (ähnlich wie 2014) bei dem sicherlich auch über ein Gutachten über die bei GLS-Bank intern umstrittene Frage diskutiert wird, ob denn nun auch die GLS-Bank Geldschöpfung betreibt oder nicht. Bitte merken Sie sich den Termin schon mal vor, die Anmeldung wird bald möglich sein.
Wir hoffen, dass auch Dr. Thomas Mayer, ehemaliger Chef-Volkswirt der Deutschen Bank und Unterstützer der Vollgeld-Initiative Schweiz, an diesem Geldgipfel teilnehmen wird. Denn er ist inzwischen zum Honorarprofessor in an der Hochschule Witten-Herdecke ernannt worden, von wo aus er sicherlich einiges dazu beitragen wird, um über unser Geldsystem aufzuklären.

Neue Bücher
Hier schon mal die Vorankündigung von zwei interessanten Büchern: Zum einen vom Journalisten Paul Schreyer mit dem Titel "Wer regiert das Geld", das ab März gekauft werden kann. Und am 11. März wird ein Buch des Handelsblatt-Redakteurs Norbert Häring zu seinem Spezialgebiet Bargeld (siehe oben) erscheinen.