S&K-Partys: Puff-Chefin schickte keine Mädels mehr

via www.gomopa.net

Seit Sommer 2012 ermittelt Wirtschaftsdetektiv Hans Glassl (63) aus Frankfurt im Auftrag von Anlegern gegen die S&K-Gruppe.

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der Villa Kennedyallee 123 © Detektei FIDO" longdesc="Wirtschaftsdetektiv Hans Glassl (63) vor
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der Villa Kennedyallee 123 © Detektei FIDO"
Wirtschaftsdetektiv Hans Glassl (63) vor
der Villa Kennedyallee 123 © Detektei FIDO
Bei seinen Ermittlungen halfen ihm nicht selten S&K-Mitarbeiter, die nicht länger zusehen oder schweigen wollten. Denn was hinter den bewachten Mauern der Firmenzentrale in der Kennedyallee 123 in Frankfurt oder in der Privatvilla von Firmenboss Stephan Schäfer (33) in Offenbach passierte, war selbst für die Frankfurter Rotlichtszene zu harter Tobak.

GoMoPa.net. Was haben Sie denn vorgefunden?

Glassl: "Wir haben beim Schäfer im Erdgeschoss der Kennedyallee-Villa einen Karton mit Syphilistests gefunden. Das sind so Streifen, auf die man raufpinkelt. Steve, so nannte sich Stephan Schäfer gern selbst, hatte eine Klinikpackung auf seinem Schreibtisch liegen. Ein Test kostet 23 Euro, bei einer 50er Packung ist das glatt ein Tausender, also 1.150 Euro. Möglichweise waren Schäfer und sein Kompagnon Jonas Köller (31) krank im Kopf."

GoMoPa.net: Wie kommen Sie darauf?

Glassl: "Im November letzten Jahres erzählte mir die Chefin einer Model Agentur, die verleiht Models für einen Escort-Service, aus Frankfurt etwas sehr Merkwürdiges. Sie sagte, Joschi, die hat mich so genannt. Joschi, ich kann denen keine Mädels mehr schicken. Es ging um Partys in der Schäfervilla in der Buchhügelallee 40 in Offenbach. Gegenüber ist ein Parkplatz von Edeka, erinnerte sich die Escort-Service-Chefin.

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Köller (31) mit 100-Euro-Bündeln im Mund" longdesc="Selbstdarstellung von Stephan Schäfer (33, links) und Jonas
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Köller (31) mit 100-Euro-Bündeln im Mund"
Selbstdarstellung von Stephan Schäfer (33, links) und Jonas
Köller (31) mit 100-Euro-Bündeln im Mund
Ich fragte, warum denn nicht. Sie sagte: Weil, die Mädels kommen zurück. Die sind alle kaputt. Die kriegen 500 Euro für nix. Die ziehen sich da die Nase zu. Und ich kann mit denen nicht reden. Die saufen nur Red Bull. Die sind alle irre. Wenn sie wenigstens Schampus saufen würden. Aber die machen meine besten Mädels kaputt.

Die kommen da in eine Welt rein, das sind ganz normale Hühner. Die denken, dass geht immer so weiter. Das geht aber nicht so weiter. Und jetzt sind die ganzen Hühner durcheinander, weil es nicht so weiter geht. Ich schick denen keine mehr, hat die Chefin denen dann gesagt. Und die hat auch keine mehr geschickt. Die Partys waren alle irre."

GoMoPa.net: Was meinen Sie mit irre?

Glassl: "Die tranken Red Bull nicht aus normalen Red Bull Büchsen. Sie haben auf die Red Bull Büchsen von der Werbeagentur wilko & friends e.K. aus dem Burgweg 79 in Miltenberg in Unterfranken die gleichen Bilder von sich selbst draufdrucken lassen, die auch im Eingangsbereich der Kennedyallee-Villa in Frankfurt als Götzenbilder hängen. Das Wachbleibe-Getränk hieß nicht mehr Red Bull, sondern bekam den Aufdruck: S&K Energy. Intelligente Immobilien Investments.

Convent Am Ende der Büchse stand: Made in Austria. Absolut link und wie immer alles falsch. Ich gebe das Ding an Red Bull weiter. Das ist eine Produktfälschung. Aber das war wohl normal bei S&K."

GoMoPa.net: Oder auch ein bisschen Größenwahn.

Glassl: "Größenwahn trifft schon eher auf die Einladung für ausgesuchte Gäste nach Las Vegas zu. Dort im 34. Stock im Fantasy Tower des Palms Casino Resorts luden Schäfer und Köller zu einer Party in eine der teuersten Suiten der Welt ein, in die vom Playboy-Gründer höchst selbst mitgestaltete Hugh Hefner Sky Villa, in der eine Nacht 30.000 Euro kostet. Auf der Einladungskarte nannten sich Schäfer und Köller die SK Brothers Steve & Jonas.

Die S&K Group sei Deutschlands erfolgreichstes Immobilienunternehmen, wurde auf der Einladungskarte behauptet. Man habe bis heute Immobilien und Grundstücke im Wert von Milliarden von Dollars gekauft.

Als Grund für die Party wurde auf der Einladung angegeben: Wir brauchen keinen Grund."

GoMoPa.net: Haben die beiden nicht auch mal wie Donald Duck in Säcken voller Geld gebadet?

Glassl: "Ja, das war im Pool von Jonas Köller in der Klingenberger Straße 41 in Erlenbach. Da waren auch Partys. Aber mir fällt noch was Kurioses ein. Ich habe mal einen Handwerker vertreten, einen Herrn Markus. Der hat zu mir gesagt, der Schäfer scheint komplett übergeschnappt zu sein. Der wollte in seine Villa in Kelkheim in einen Stein eingemeißelt haben: Blut und Stahl. Und das in Gold ausgelegt. Also nicht Blut und Ehre, sondern Blut und Stahl. Ob der krank ist, weiß ich nicht, aber ich glaub schon."

Vorige Woche musste Glassl die Villa Kennedyallee sichern

Convent Mit Schraubendrehern und zwei Doppelzylinderschlössern bewaffnet rückte vorige Woche ein Handwerkerteam zur Firmenzentrale der S&K-Gruppe an.

Unter Aufsicht vom Chef des Frankfurter Inkassobüros Wertschutz Sicherheitseinrichtungen GmbH, Hans Glassl, wurden alle 27 beschrifteten und auch die noch 7 freien Firmenschilder links und rechts neben den Briefkästen an der Pforte der neoklassizistischen denkmalgeschützten Bürovilla in der Kennedyalle 123 (920 Quadratmeter, Baujahr 1908, Vollsanierung 1992) abmontiert und die Türschlösser ausgetauscht. Auch der Totenkopf am Gartentorpfosten wurde entfernt.

Gegenüber GoMoPa.net erläuterte Glassl sein rigoroses Vorgehen so: "Der Hausbesitzer, die Pensionskasse der Farbwerke Hoechst aus Frankfurt, hat veranlasst, die Firma S&K aus dem Anwesen Kennedyallee 123 rein rechtlich zu entfernen."

GoMoPa.net: Warum?

Glassl: "S&K hat seit mehr als zwei Monaten die Monatsmiete in Höhe von jeweils 17.000 Euro nicht gezahlt. Inzwischen schuldet die S&K mit allen Nebenkosten wohl an die 50.000 Euro. Die Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe hat darauf gekündigt. Aber es ist keiner da, der die Kündigung entgegennehmen kann und die Villa räumt. Die Mieter Stephan Schäfer und Jonas Köller sitzen seit 19. Februar 2013 in Untersuchungshaft. Ob sie vor 8 bis 10 Jahren wieder rauskommen, ist fraglich.

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aus der Kennedyallee 123 aus © Detektei FIDO" longdesc="Inkasso-Chef Hans Glassl sperrt S&K rechtlich
aus der Kennedyallee 123 aus © Detektei FIDO" title="Inkasso-Chef Hans Glassl sperrt S&K rechtlich
aus der Kennedyallee 123 aus © Detektei FIDO"
Inkasso-Chef Hans Glassl sperrt S&K rechtlich
aus der Kennedyallee 123 aus © Detektei FIDO
Da haben wir den Trick 17 angewandt. Das heißt, wir haben das Schloss ausgetauscht, was der Firma S&K gehört hat. Die Firma Wertschutz hat für 170 Euro Schlüssel und Zylinder gekauft und eingebaut, damit ab sofort niemand mehr in dieses wunderschöne Haus reingeht.

Denn die Herren von S&K hatten irgendwelche Verbindungsleute, die dort immer wieder rein- und rausgegangen sind. Und da haben auch immer wieder Gegenstände gefehlt. Damit ist jetzt mal Schluss. Die Schlösser sind jetzt unser, und niemand kann mehr hinein. Irgendjemand hat zwar aus Wut eine Scheibe eingeschlagen, ist aber auch nicht reingekommen."

GoMoPa.net: "Was wird aus den persönlichen Gegenständen von Schäfer und Köller?"

Glassl: "Darum kümmern sich die Umzugsfirmen AT Meissner & Wolpert GmbH & Co. KG aus der Hirtenstraße 9 und Walter Hensel Möbeltransport + Lagerung aus der Homburger Landstraße 152. Letztere ist ein bekannter Gerichtsvollziehertreff, wenn es um Gegenstände geht, die zwangsversteigert werden sollen."

S&K-Party für Geschädigte und Vermittler

GoMoPa.net: Ihre Firma Wertschutz Sicherheitseinrichtungen GmbH hat für morgen, den 30. April 2013, um 18 Uhr zu einer S&K-Party 2013 zum Kurfürstenplatz 40 in Frankfurt eingeladen. Wer ist eingeladen, und worum geht es dabei?

Glassl: "Die Geschädigten sind eingeladen oder die Vermittler. Die sind ja auch Geschädigte. Der Anlass ist die Schadensersatzpflicht, die die S&K-Gruppe nach Paragraph 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches BGB hat. Wenn einer dem anderen was antut, muss er zahlen. Und hier sind die Vermittler in der Haftung. Ich lass aber die Vermittler raus, wenn die Vermittler mir ihre Schäfchen nennen, denen sie den S&K-Mist angedreht haben.

Denn die von der S&K gekaperten Midas-Fonds in Köln oder die von der S&K gekaufte Fondsverwaltung der DCM-Fonds von Johann Deinböck oder die von S&K übernommene SHB-Fonds-Mutter FIHM AG aus München weigern sich beharrlich, Gesellschafterlisten herauszugeben, damit die Anleger keine außerordentlichen Gesellschafterbeschlüsse herbeiführen können oder sich bei Klageverfahren abstimmen können."

Glassl vertritt bereits in außergerichtlichen Vergleichen S&K-Geschädigte mit einem Anlagevolumen von 5 Millionen Euro. Demnächst könnte auch die Firma E-on aus Düsseldorf dazukommen. Die hat am 10. Oktober 2012 bei der SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co. KG aus Stuttgart 12 Millionen Euro angelegt. Und noch einmal direkt bei der S&K 1,7 und 2 Millionen Euro. Also etwas mehr als 15 Millionen Euro.

Wie alle anderen könne sich die E-on aussuchen, ob sie sich auf die Quote des Insolvenzverwalters verlässt (alle sechs Immobilienfonds der S&K sind in Insolvenz, ebenso die FIHM AG und die DCM AG) oder auf zivile Schadensersatzprozesse gegen Verantwortliche. Oder aber die Forderung an Privat-Detektiv Glassl und seine Wertschutz Sicherheitseinrichtungen GmbH abtritt. Glassl arbeitet auf Erfolgsbasis. Dann teilt sich der Detektiv das auf Inkassoweg (zum Beispiel durch Vergleiche) hereingeholte Geld hälftig mit dem Geschädigten.

GoMoPa.net: Kickboxer Stephan Schäfer soll auch dem Motorradclub Hells Angels aus Mannheim angehören. Schäfers Strafverteidigung und auch die seines Kompagnons Köller übernahm der bekannte Hells Angels-Anwalt Dr. Ulrich Endres (67) aus Frankfurt am Main. Haben Sie nicht Sorge, dass Schäfer Rache nimmt?

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GmbH kennt keine Angst © Detektei FIDO" longdesc=" Das Team der Wertschutz Sicherheitseinrichtungen
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GmbH kennt keine Angst © Detektei FIDO"
Das Team der Wertschutz Sicherheitseinrichtungen
GmbH kennt keine Angst © Detektei FIDO
Glassl: "Der Schäfer, ha ha ha, soll ich mal lachen? Ich kenne Präsidenten in Amerika, da knien die Hells Angels Bubis hier ab. Wissen Sie was das heißt?"

GoMoPa.net: Nein.

Glassl: "Wenn ich in Amerika einen Präsi von den Hells Angels anrufe oder einen Ex-Präsi. Und ich sage: Don, hello Don, I have a problem. Don, can you help me? Der ist in 8 Stunden hier. Ich bin im amerikanischen Berufsverband. Da habe ich die Leute durch Zufall kennengelernt. Die Deutschen sind nur geduldet. Das ist nix. Wissen Sie, wer ich bin. Nein? Gut so."

Auf der Internetseite von Wertschutz-Frankfurt.de kann man nachlesen, wer Glassl und Team sind:

Zitat:


Man nennt uns in Hotels in Baden-Baden, Hamburg, Berlin oder München, in Sylt, Sankt Moritz oder in Monaco, Österreich oder in der gesamten Schweiz seit je her nur "Security Frankfurt" oder "Gerards Frankfurt". Auf diese Bezeichnung sind unser Team und wir besonders stolz, denn wir übernehmen für Sie Verantwortung. Vom Anfang bis zum Ende Ihres Projektes.


Auf der morgigen S&K-Party 2013 bei Glassl sorgen Bodyguards für den Schutz der Gäste, heißt es in der Einladung. Nun denn...

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