Politgraben

Russophobie: Profit ziehen und Selbst-PR machen

Die Qualität der Informationen, die die Medien uns anbieten, lässt viel zu wünschen übrig. Das begreift jeder leicht, wer die bezahlten „Schlussfolgerungen“ der Politiker und „Schätzungen“ der „Experten“, die die Weisungen „von oben“ erhalten, nicht mehr hören und lesen will. Zwar wurden die führenden offiziellen Zeitungen der Lüge schon mehrmals überführt, doch folgten keine Rechtfertigungen oder Entschuldigungen von ihnen. Warum?



Russophobie in vollem Gange

Allem Anschein nach bekommen die „Journalisten“ für das Aufblasen der Hysterie, für die Manipulation mit dem Massenbewusstsein so hohe Honorare, dass sie sich weder um die Meinung der Bürger noch um ihren eigenen Ruf Sorgen machen. Als Folge ist der Journalismus von schlechter Qualität vorhanden. Besonders bemerkbar wurde es mit dem Beginn der Ukraine-Krise, als die meisten westlichen Berichter plötzlich, wie auf Befehl, für die Kiewer Junta Partei ergriffen haben. Man kann nicht umhin, General i. R. Friedrich Hessel beizustimmen, der die Medien der einseitigen Beleuchtung der Lage in der Ukraine beschuldigt:
„Die Ukraine-Krise wird in meinen Augen durch die Medien sehr einseitig hochgespielt, nach dem Motto: Der Westen ist gut, Russland ist böse. Mittlerweile erleben wir eine geradezu lächerliche Kriegsrhetorik. Die baltischen Staaten, in denen bis zu ein viertel der Bevölkerung russisch ist, haben plötzlich Angst vor der Russen und wollen mehr Panzer haben, damit sie nicht plötzlich überfallen werden. Mehr als einige zusätzliche Panzer sind doch ohnedies nicht drin! Das Geld sollte viel zielführender für die Integration der Jugendlichen ausgeben werden…“
Und so ist es nicht nur in den baltischen Staaten, sondern europaweit. Die Medien versuchen uns einzuschüchtern. Die „Ministerien für Wahrheit“ geben riesige Summen für antirussische Propaganda aus. So erhielt Broadcasting Board of Governors (BBG) 15,6 Millionen Dollar für den (Social-)Media-Kampf gegen Russen! Vergleichen Sie: Für den Widerstand gegen den IS-Terroristen wurde nur sechs Millionen Dollar ausgegeben.

Propaganda als Selbst-PR

Profite aus der antirussischen Propaganda ziehen nicht nur die Journalisten, sondern auch die Politiker, was selbstverständlich ist. Die meisten von ihnen benutzen die Propaganda als Selbst-PR. Der englische Altphilologe Francis Macdonald Cornford sagte einmal:
„Propaganda is that branch of the art of lying which consists in nearly deceiving your friends without quite deceiving your enemies.“
Die Worte, die den Nagel auf den Kopf treffen. In unserem Fall geht es um den Betrug seiner Bürger, seiner Wähler. So war auf dem ersten Platz des Wahlprogramms von Bronislaw Komorowski und Andrzej Duda die „russische Gefahr“ und die Belange der einfachen Polen wurden in den Hintergrund geschoben, ungeachtet dessen, dass die Landwirtschaft eine tiefe Krise erlebt und Arbeitslosigkeit und Armut gegenwärtig zunehmen. Statt die inneren Probleme zu lösen, hat die Regierung der Ukraine 100 Millionen Euro bereitgestellt. So eine engstirnige, unwissende Politik! Übrigens haben Bronislaw Komorowski, der ebensolches Charisma wie ein Schemel besitzt, und Andrzej Duda, den man „Büro-Plankton“ nennt, den Wählern nichts mehr vorzuschlagen.
Kein Zweifel, dass die „russische Gefahr“ während der Wahlkampagne in den USA auch zum Hauptthema wird.

Stockholm-Syndrom

Alle europäischen Staaten ächzen unter antirussischen Sanktionen und verlieren dabei Milliarden Euro. Trotzdem wollen sie nicht diese Sanktionen aufheben. Immer mehr Steuergeld wird für die Militarisierung ausgegeben. Die Sanktionen wurden unter Druck von Washington eingeführt, das Brüssel Angst vor Russland eingeflößt hatte – Die Russen seien böse, Russland sei ein gefährlicher Feind, Europa soll sich gegen ihn verteidigen usw. In vielen EU-Ländern befinden sich heute die US-Militärstützpunkte. Wozu? Wollen die Amis uns gegen die russische Expansion schützen? Das ist wirklich lächerlich. Denn Russlands Wirtschaft ist heute sehr schwach und Moskau hat selbst auf den Donbass verzichtet.
Washington hat Europa zur Geisel genommen, die Amis schnüren uns die Kehle zu. Die EU leistet aber den USA keinen Widerstand. Im Gegenteil, sie übernimmt ihre Ideen und ist dazu bereit, dem „gemeinsamen“ Ziel zum Opfer zu fallen. Solches Verhalten nennt man Stockholm-Syndrom.
Ist es nicht die höchste Zeit für Berlin, Paris, Brüssel mit dem eigenen Kopf zu denken zu beginnen und nicht mehr in US-Fahrwasser zu segeln?

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