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Flüchtlingskrise - Klare Aussagen der Wirtschaftsforscher

Flüchtlingsdrama geht weiter

Nichts mehr auszuschliessen ist auch in Sachen Völkerwanderung im Jahr 2015. Und auch hier sollten wir die Folgen und Risiken keineswegs unterschätzen. Im Gegenteil. Die Forscher vom ifo-Insitut in München meldeten sich erst jüngst eher nüchtern in Sachen Kosten der Zuwanderung zu Wort. Falls also im laufenden Jahr, wie vom Bundesinnenministerium geschätzt, insgesamt 800 000 Asylbewerber nach Deutschland kommen sollten, entstüden für den Staat Mehrkosten von ungefähr zehn Milliarden Euro. Diese Zahl berücksichtige keinen Familiennachzug und keine Bildungsmaßnahmen und sei daher eine Untergrenze. Wohl gemerkt, die Ausgangsbasis lag hier bei 0,8 Millionen Flüchtlingen. Realistischer wäre wohl der Bereich um eins bis 1,4 Millionen.

Wahrscheinlich schlechte Qualifikation

Die Forscher aus München merken weiter an, dass die Qualifikationsstruktur der Einwanderer aus den Krisenstaaten Syrien, Irak, Nigeria und Afghanistan wahrscheinlich schlecht sei. Nach Daten der Weltbank liege selbst unter den 14-24jährigen der Anteil der Analphabeten in diesen Ländern bei 4, 18, 34 und 53 Prozent. Der Anteil der Hochschulabsolventen betrage selbst im entwickeltesten dieser Länder (Syrien) nur 6 Prozent; die Gleichwertigkeit der Diplome mit deutschen ist in vielen Fällen nicht gegeben. Flüchtlinge seien zwar eher männlich und jünger als die Durchschnittsbevölkerung, dennoch sei klar. Wörtlich schreibt das ifo-Institut:

"Sie sind schlecht für den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet. Neben Deutschkursen muss Deutschland auch in Berufsbildung investieren, was zusätzliche Kosten verursachen wird."

Viele Flüchtlinge wden dauerhaft in Deutschland bleiben und Familienangehörige nachholen. Der Migrationsdruck aus Nordafrika und dem Nahen Osten werde allein schon wegen der demographischen Situation in diesen Ländern hoch bleiben.

Damit die Flüchtlingskrise nicht zu einer andauernden finanziellen Überlastung des deutschen Steuerzahlers führen würde, müssen Flüchtlinge dem Institut zufolge so schnell wie möglich in bezahlte Beschäftigung kommen, so dass sie selbst zu ihrem Lebensunterhalt beitragen können. Es stehe zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu gering sei. Daher sei der Mindestlohn generell abzusenken, so dass keine zusätzliche Arbeitslosigkeit entstehe.

Eine Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze in der gegenwärtigen Situation sei mit Nachdruck abzulehnen, weil dies die Anreize der Immigranten, Arbeit aufzunehmen, verringern und zu zusätzlichen fiskalischen Lasten führen würde.

Modellsimulationen des ifo Institutes zeigen ferner auf, dass selbst im Falle einer Aussetzung des Mindestlohngesetzes und stabiler Hartz-IV Sätze eine unterstellte sofortige Integration der Einwanderer in den deutschen Arbeitsmarkt nicht zu einem Gewinn für die deutsche Volkswirtschaft führen würde. Zwar gebe es auf dem Arbeitsmarkt Vorteile, doch werden diese durch erhöhte Arbeitslosigkeit und Nettotransfers an die Immigranten überkompensiert.

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