Verbotener "Geschichtsrevisionismus" und "Holocaust-Relativierung"

Da lese ich gerade einen Artikel in der "Welt" über einen Mann und Politiker aus dem "Osten", von dem ich vorher nie etwas gehört hatte. Und ich sehe auf einer anderen Seite diesen Mann in Handschellen. Weiter unten lese ich dann,dass er vom Vorwurf eines Meinungsverbrechens freigesprochen worden war und man sich darüber wundert und aufregt.

Der Name des Mannes ist unwichtig, Details auch.

Hervorzuheben sind nur die Stichworte: "Meinungsverbrechen" (Relativierung/Revision) - Handschellen - Anklage

Natürlich kann man jede Meinung haben, solange man sie für sich behält.

Aber kann ein "demokratischer Rechtsstaat" von jemandem verlangen, Meinungen für sich zu behalten, wenn sie ihm unter den Nägeln brennen und er Argumente vorträgt? Natürlich kann er , weil er es eben macht und das Gewaltmonopol hat. Punkt. Aber er gibt sich dadurch eine Blöße.

Ich kann diese Meinungen nicht beurteilen, weil ich nicht dabei war. Geschichtsbücher und Statistiken können gefälscht sein, Zeugenaussagen gelogen, Bilder manipuliert oder von anderen Ereignissen stammen. Diese Möglichkeiten stehen beiden Seiten offen. Weshalb soll ich überhaupt irgend jemandem etwas glauben, wenn es nicht gerade mein bester Freund ist? "Augenscheinlich" ist nur die Mathematik. Es ist nicht meine Pflicht, irgend jemandem etwas zu glauben.Seit der Aufklärung ist es jedoch Menschenpflicht, kritisch zu sein und Fragen zu stellen und stellen zu dürfen.

Man kann Herrn Schultze-Rhonhof glauben oder den "offiziellen" Darlegungen und "Forschungen". Das mag Hobby des Individuums sein. Seine Pflicht ist es jedoch, zu denken. Kritisch und möglichst unvoreingenommen.

Und wenn er dadurch zu keinem Ergebnis kommt, dann ist es nicht Pflicht, etwas zu glauben,auch wenn dies im Allgemeinen gepflegt wird.

Kommt er jedoch zu einem Ergebnis, dann hat er auch das Recht, darüber zu reden und sein Ergebnis zu begründen. Dieses Recht zu kriminalisieren ist Unrecht.