PecuniaOlet

"Regeln für den (globalen) Menschenpark" oder kreative Freiheit?

These:

Weltweite Gewaltenteilung bedeutet weltweite Verteilung der Macht. Weltweite Verteilung der Macht fördert die Selbstbestimmung der Völker und weltweiten Pluralismus. Weltweiter Pluralismus heißt Vielfalt von Völkern und Kulturen. Vielfalt von Völkern und Kulturen entfaltet Bereicherung und Erweiterung von Welt und Horizont durch Mannigfaltigkeit von Sprache und Paradigma.

Vielfalt ist naturgewollt, ist Natur, und entspringt einem höheren Sein. Vielfalt bedeutet Stabilität zu Lasten von Fragilität - ähnlich vielfach gefaltetem Papier und Metall. Vielfalt hat kein System, ist Lebendigkeit und Dynamik. System hingegen bedeutet Erstarrung Zerbrechlichkeit und mangelnde Flexibilität. ( Real existierendes "Multikulti"  hingegen ist ein Zoo nicht artgerechter Menschenhaltung mit engem Gehege und tiefen Gräben. Manchmal werden die Wärter gefressen.)

Über je mehr Sinne ein Organismus verfügt, desto mehr Welt und Bewusstsein hat er, desto mehr kommt er zu sich. Völker,Sprachen und Kulturen sind  Sinnesorgane der Welt und bedingen deren Bewusstsein. Ein Ton macht keine Musik, ein Buchstabe kein Gedicht, und Ein-fältigkeit ist ein Wort, das unmittelbarer nicht sein könnte. Erst das harmonische Zusammenspiel von Ton, Takt und Rhythmus bringt die Seele zum Beben und ist in der Lage, alle möglichen Formen von Welterfahrung als Sinn an sich akustisch zum Ausdruck zu bringen.

Antithese: Globalisierung

Mit dem gängigen Begriff "Globalisierung" ist in erster Linie die Vereinheitlichung von Kultur und Wirtschaft gemeint. "Neue Weltordnung" und "Globalisierung" sind in weiten Teilen identisch. Globalisierung fördert Einfalt und Einfältigkeit. Globalisierung kennt keine Gewaltenteilung, zentrale Gewalt wird unter dem Deckmantel demokratischer Gewaltenteilung de facto von Banken und Konzernen ausgeübt. Pluralismus und weitgehende Unabhängigkeit und Identität der Völker stehen den Zielen maximaler Ausbeutung und Kontrolle im Wege. Haupttriebfeder der Globalisierung ist höchstmöglicher, durch mafiöse Strukturen und Netzwerke angestrebter wirtschaftlicher Profit durch weltweite Ausbeutung von Arbeitskraft und Rohstoffen, realisiert unter anderem durch zentralistisch organisierten, ökonomischen Funktionalismus.

"Friede, Wohlstand und Demokratie" für alle ist das trojanische Dreigespann der Globalisierung und NWO. Globalisierung ist nicht naturgewollt, sondern angewandtes System. Schwarze Schwäne tauchen in jedem System auf, Welt und Menschheit sind nicht berechenbar. Die Bewältigung unvorhersehbarer Krisen erfordert kleine, flexible Einheiten.Globalisierung bedingt einen neuen, faschistoiden Autoritarismus zur Aufrechterhaltung von "Recht und Ordnung" und zur Wahrung "Politischer Korrektheit". Dafür gibt es bereits jetzt genügend Anzeichen. "Demokratie" funktioniert , wenn auch mehr schlecht als recht, nur innerhalb von Nationalstaaten mit entsprechender Souveränität. Bisherige Symptome der Globalisierung sind ein Ansteigen der absoluten Spitzeneinkommen zu Ungunsten von über 90 Prozent der "restlichen" Bevölkerung und das Aufkommen einer neuen, globalen Klasse. Gegen das Argument, wonach Globalisierung sogenannten Entwicklungsländern hilft, spricht die Tatsache, dass die Triadeländer USA, Deutschland und Japan mit gerade 8 Prozent der Weltbevölkerung annähernd 50 Prozent des weltweiten Brutto-Nationaleinkommens stellen.


Synthese:

Gibt es eine sinnvolle Art der Globalisierung?

Die gibt es in der Tat .Und sie würde sich von selbst, ohne Zwang, und auf natürliche Weise ergeben. Eine Chance bietet das Internet: Durch weltweiten, freien und unzensierten Zugang zu Informationen und Bildung durch das World-Wide-Web, kann eine interkulturelle Kommunikation entstehen (und ist bereits teilweise schon entstanden), die das Bewusstsein der Völker auf eine neue gemeinsame Basis hebt, die nicht von Politik, Machtinteressen und Meinungsmache abhängiger Medien bestimmt wird, ohne Eigenständigkeit und Identität zu gefährden. 

Nur unsere Andersartigkeit bringt uns höheren Zielen näher. Das gilt sowohl für den Einzelnen als auch für die Völker. Niemand kann voneinander lernen und profitieren, wenn sich keine Unterschiede zeigen. Komplementäres Denken statt konkurrierendes, Kooperation statt Konfrontation, Kommunikation statt Aggression, und ein Menschenbild, dem die Ökonomie zu dienen hat, und nicht umgekehrt. Das geht, das ist möglich - und nur das hat letzten Endes Zukunft!