Reisebericht Weltreisender

Monaco

Das Fürstentum Monaco (Principauté de Monaco) ist ein Zwergstaat mit einer Fläche von nur 1,95 Quadratkilometern und somit nach dem Vatikanstaat der kleinste Staat der Welt.

Sehenswertes in Monaco-Ville + Monte-Carlo

Auf dieser kleinen Fläche leben rund 30.000 Einwohner, davon sind nur 5000 echte Monegassen, der Rest setzt sich aus hundert verschiedenen Nationalitäten zusammen.

Monaco hat die größte Einwohnerdichte der Welt und ständig versucht man den Platzmangel durch Neubauten, unterirdische Garagen und Shoppingcenter und sogar durch Landaufschüttungen zu kompensieren. Das Fontvieille Viertel, in dem der Princess Grace Rose Garden und das Stadion Louis II stehen, entstand durch eine Landaufschüttung im Meer. Das Fürstentum gliedert sich in fünf Stadtviertel: Monaco-Ville (die Altstadt mit dem Fürstenpalast und dem Ozeanographischen Museum), La Condamine (Hafenviertel), Monte-Carlo (mit dem Spielcasino und dem Café de Paris), Fontvieille (mit Stadion, Rosengarten und touristischen Einrichtungen) und Monghetti (mit dem Exotischen Garten).

Die Einwohner von Monaco müssen weder Einkommenssteuer noch Kapitalertragssteuer noch eine Steuer für den Wertzuwachs zahlen. Als einzige Steuer ist die Mehrwertsteuer zu bezahlen. Dem Staat stehen also die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, dem Tourismus und dem Casino (heute mit einem Anteil von rund 5 % vergleichsweise gering) zur Verfügung.
Die Einwohner können ihren Reichtum bedenkenlos zur Schau stellen, da Monaco aufgrund der hohen Anzahl an Polizisten und der Kameraüberwachung aller zentralen Plätze sehr sicher ist. Im Ernstfall können die Grenzen der Stadt binnen weniger Minuten lückenlos geschlossen werden.

Anfahrt:
Mit dem Zug ist man von Nizza in weniger als 15 Minuten in Monaco und kommt an einem hochmodernen unterirdischen Bahnhof an. Von dort sind es nur 300 Meter bis zum Fürstenpalast. Wenn man mit dem Auto anreist, dann muss man dieses meist in einer der kostenpflichtigen unterirdischen Garagen abstellen, da es kaum Parkplätze gibt. Monaco entdeckt man dann entweder zu Fuß oder nimmt die regelmäßig verkehrenden Busse zu den touristischen Hauptzielen wie Monte-Carlo oder Jardin Exotique. Anfangs ist es ein wenig verwirrend, wenn man einen Aufzug benützen muss, um von einer Straße in die nächste zu kommen. Oft enden die Straßen plötzlich und man gelangt nur zu Wohnhäusern. Die Gehsteige sind teilweise sehr eng.

Sehenswertes in Monaco-Ville:
Fürstenpalast:
Die berühmteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist eindeutig der Fürstenpalast. In den Monaten Juni bis Oktober können die Gemächer des Fürstenpalastes besichtigt werden, da zu diesen Zeiten die Fürstenfamilie nicht anwesend ist. Wenn Fürst Rainier anwesend ist, so weht eine Fahne am fürstlichen Palast. Täglich findet um 12 Uhr mittags die Wachablöse vor dem Hauptportal statt. Bereits eine halbe Stunde zuvor sieht man dort schon eine große Menschenansammlung. Das Spektakel ist nicht wirklich außergewöhnlich und wirkt so, als wäre es nur für die Touristen inszeniert worden.

Der Glanz der monegassischen Fürstenfamilie ist ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher und so kommen jährlich mehrere Millionen Touristen in das Fürstentum. Die Boulvardpresse berichtet immer wieder über Prinz Albert und die Prinzessinen Caroline und Stephanie, sodass sie einen großen Bekanntheitsgrad erlangt haben, nicht immer durch positive Meldungen.

Lange Zeit umstritten war die Eheschließung von Fürst Rainier III. mit der Filmschauspielerin Grace Kelly (später auch Grazia Patrizia genannt), welche 1982 im Alter von 52 Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam. Dieser tragische Unfall löste wilde Spekulationen über eine mögliche Schuld ihrer Tochter Prinzessin Stephanie, die auch mit im Auto saß, aus. Noch heute sind die Ursachen des tragischen Unglücks in den Bergen von Monaco nicht ganz geklärt.

Die Altstadt von Monaco (Monaco-Ville) präsentiert sich nach einem kurzen Spaziergang auf den Hügel, auf welchem sie liegt, sehr charmant mit ihren kleinen Gässchen, dem Palast, einigen Museen und einem Park, hinter dem die Felsen steil abfallen und man einen schönen Blick auf das azurblaue Wasser hat.

Ozeanographisches Museum:
Das Museum liegt am Rande einer steilen Felswand und man kann es in wenigen Minuten vom Fürstenpalast bei einem Spaziergang durch die Altstadt von Monaco erreichen. Kurz davor gibt es auch einen kleinen Park mit schönem Ausblick. Das Aquarium mit seinen unzähligen Meeresbewohnern ist zweifellos eine Attraktion und sehr schön gestaltet. Die Fische und ihre Lebensweise werden in drei Sprachen erläutert.

Kathedrale:
Die Kathedrale wurde im 19. Jh. im neoromanischen Stil errichtet, nachdem Monaco zum Bistum erhoben wurde. Im Inneren befindet sich ein wertvoller Altar von Louis Bréa. Die Kirche dient als letzte Ruhestätte für die Mitglieder der Fürstenfamilie, auch Grace Kellys Grabstein ist dort zu finden.

Sehenswertes in Monte-Carlo:
Casino:
Das Casino wurde Ende des 19. Jh. vom Architekten Charles Garnier umgebaut, der bereits die Pariser Oper erbaut hatte. Es ist eines der bekanntesten Spielcasinos der Welt und besticht durch den Prunk seiner Innenräume: Antike Luster, Skulpturen und ein Atrium aus Gold und Marmor.

Ab einem Alter von 21 Jahren erhält man Zutritt zu dem Räumlichkeiten des Casinos. Dort erwarten den Besucher lärmende Spielautomaten. Nobler geht es in den Salons Privés zu, in denen Krawattenzwang herrscht und man Eintritt in Höhe von zehn Euro bezahlt. Unter den Spielen finden sich englisches und europäisches Roulette, "Chemin de fer" und natürlich das amerikanische Roulette "Black Jack 21". Hinter dem Casino gibt es eine kleine Gartenanlage.

Jardin Exotique:
Der Exotische Garten liegt oberhalb von Monaco-Ville und man bekommt so einen phantastischen Ausblick auf die Altstadt und den Hafen. Für die exotischen Pflanzen wurde extra für kühle Nächte eine unterirdische Heizanlage installiert. Unterhalb des Jardin Exotique liegt eine Prähistorische Grotte mit Stalaktiten und Stalagmiten, die man mit einer alle 45 Minuten stattfindenden Führung besichtigen kann. Es ist etwas kühler in der Grotte, aber recht feucht und rutschig.

Stade Louis II:
Nicht nur für Fußballfans ist das Stadion von Monaco interessant: es zählt zu einem der mondernsten Sportstadien der Welt. Bei einer Besichtigung mit einer der Führungen auf Englisch oder Französisch sieht man sogar das Schwimmbecken.

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