Ganz klar - und kein Zweifel:

Der Mensch an sich ist nicht "böse" oder "schlecht". "Homo homini lupus" ist im Verhältnis zur Dauer der "Menschheitsgeschichte" etwas relativ Neues. Natürlich gibt es gewisse Formen der Gewalt schon immer, die sich jedoch nicht in dieser Weise destruktiv auswirken konnten.

Es ist gar keine Frage, dass der "Charakter" (χαρακτήρ= "Prägung", Prägestempel) eines Prägenden bedarf, das "von Außen" kommt. Das "Sein" bestimmt das Bewusstsein, bzw. das Handeln (bin kein Marxist, aber er hat sich nicht in allem geirrt).

Es wurde aber "vergessen", den Prägestempel spiegelverkehrt zu gestalten.

"Unser" System ist seit etwa 5 Jahrtausenden vom Krieg geprägt und nähert sich diesbezüglich allmählich dem Höhepunkt.

Tod, "Arbeit im Schweiße des Angesichts", "Gut und Böse", Geburt unter Schmerzen.. - das gibt es erst seit etwa jener Zeit.

Das versteht der "moderne" Mensch allerdings nicht mehr. Er sagt sich." Den Tod gab es doch schon immer! Was soll diese Aussage? Oder: Arbeiten mussten die Menschen doch auch schon immer." Oder: "Gebären ist immer mit Schmerzen verbunden".

Ich verstehe es - hätte es früher allerdings nicht verstanden. Das kann man sich nicht "erarbeiten".

Ich empfinde es als Gnade, das zu verstehen.