Akif Pirincci und die Heuchler

Über Geschmack und Kunst lässt sich bekanntlich streiten. Blut, Eingeweide, Fäkalien und Live-Sex auf deutschen Theaterbühnen gelten in diesen Zeiten als vom Steuerzahler zu fördernde Darbietungen zeitgenössischer Kunst.

Die harmlosen und völlig unpolitischen Katzenkrimis Pirinccis hingegen sollen nun vom Goldmann-Verlag nicht mehr vertrieben werden, weil der Schriftsteller eine etwas geschmacklos-obszöne Rede hielt, die man guten Willens auch als künstlerische "Rollenprosa" bezeichnen könnte, und deren metaphorischer "KZ-Vergleich" nun absichtlich missverständlich und aus dem Kontext gerissen als "nazihaft" durch die Medien gepeitscht wird, obwohl das Gegenteil gemeint war, und lediglich das saudumme Geschwätz eines Vollpfosten von Regierungspräsidenten kritisiert und benannt werden sollte.

Die Sprache eines elfjährigen Muslim, der meinen gleichaltrigen Sohn in der Schule als "Scheiß Deutscher", der seine Mutter f... soll, beschimpft und damit prahlt, in einem Parkhaus schon eine "deutsche Bitch" befummelt zu haben, während sein älterer Bruder schon mindestens zehn "deutsche Bitches" "geknallt" habe, gilt hingegen als kulturelle Bereicherung. Denn dieser hat trotz Kenntnis des Lehrers keinerlei Sanktionen zu erwarten. Das ist keine "Hassrede", sondern kreativ, oder? Schlägt ein Schweinefresser dann zurück, muss er hingegen nachsitzen und Strafarbeiten leisten.

Akif Pirinccis Sprache in seinen "Katzenkrimis" ist jedenfalls nicht geschmacklos, und hat mit seinen politischen Ansichten und Äußerungen absolut gar nichts zu tun. Stehen wir wieder vor einer Art "Bücherverbrennung" unbequemer Autoren? Dabei empfinde ich Pirincci nicht einmal als "Systemgegner". Er ist pro-amerikanisch, und spricht die wesentlichsten und wichtigsten Dinge gar nicht an: Das Geldsystem und vorwiegend amerikanische NGO`s sowie die damit verbundenen weltweiten Verwerfungen, von denen ersteres mittelbar und letztere unmittelbar auch an der "Islamisierung" und Flüchtlingskrise ursächlich beteiligt sind.