Avaaz: Unsere Kleidung ist tödlich


Von: Dalia Hashad - Avaaz [mailto:avaaz@avaaz.org]
Gesendet: Donnerstag, 05. Februar 2015 17:14
An: richard.michael@utanet.at
Betreff: Unsere Kleidung ist tödlich Liebe Freundinnen und Freunde,



Eine achtstöckige Textilfabrik ist eingestürzt und hat Tausende von Menschen lebendig begraben. Nach diesem Albtraum soll ein bahnbrechendes Entschädigungsprogramm die Unternehmen zur Rechenschaft ziehen. Doch ein Unternehmen, und zwar Benetton, zahlt nicht ― es sei denn wir sorgen für ein PR-Desaster. Klicken Sie jetzt, um mitzumachen:

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in nur 90 Sekunden ist eine achtstöckige Textilfabrik in Bangladesch eingestürzt und hat 1134 Menschen in den Tod gerissen. Um sich zu befreien, haben sich einige der Überlebenden sogar Gliedmaßen abgesägt. Nach diesem Albtraum will die UNO mit einem bahnbrechenden Programm die Opfer entschädigen und Unternehmen zur Rechenschaft ziehen ― und es zeigt Wirkung. Doch ein beteiligtes Unternehmen stellt sich quer und wir können es jetzt zur Kasse bitten.

Der milliardenschwere italienische Mode-Gigant Benetton weigert sich, die Opfer zu entschädigen, die seine Kleidung hergestellt haben. Damit ist Benetton die einzige große Weltmarke, die erwiesenermaßen beteiligt war, ihren Beitrag aber nicht leistet. Benetton ignoriert die Überlebenden und wird damit durchkommen, solange es seinem Ruf nicht schadet. Und genau da kommen wir ins Spiel.
Benetton bereitet sich gerade auf die Mailänder Modewoche vor ― das Highlight des Jahres in der italienischen Modewelt. Dies ist unsere Chance, für einen riesigen PR-Skandal zu sorgen. Klicken Sie, um Benetton aufzufordern, Entschädigung zu zahlen und das Programm zu retten. Wenn wir eine Million Unterschriften erreichen, sorgen wir für eine ordentliche Blamage während der Modewoche. Unterzeichnen Sie jetzt:

https://secure.avaaz.org/de/benetton_pay_up_loc/?bZPUuab&v=53168

Normalerweise kehren multinationale Konzerne solchen Katastrophen einfach den Rücken zu. Doch damit ist Schluss. Zum ersten Mal hat das unter Aufsicht der UNO erstellte "Rana Plaza Arrangement" die wichtigsten Beteiligten an einen Tisch geholt: die Regierung Bangladeschs, Hersteller, Einzelhändler aus aller Welt und Organisationen für Arbeitsrecht. Und wenn der Plan aufgeht, könnte er eine neue Ära für Unternehmensverantwortung und Arbeiterrechte einläuten und dafür sorgen, dass Lieferketten unter die Lupe genommen werden. Doch wenn Benetton auf das Abkommen pfeift, werden andere Unternehmen nachziehen. So würde diese Chance verstreichen, einen Präzedenzfall für die Opfer zu schaffen.
Benetton ist die einzige große Weltmarke mit erwiesenen Verbindungen zu Rana Plaza, die nicht mitzieht. Während die Profite des Unternehmens im Jahr des Fabrikeinsturzes bei 139 Millionen Euro lagen, behauptet Benetton, es habe eine unbekannte Summe an eine Wohltätigkeitsorganisation vor Ort gespendet und damit seine Pflicht erfüllt. Doch Wohltätigkeit ist nicht mit gerechter Entschädigung gleichzusetzen. Tatsache ist, dass Unternehmen fahrlässig gehandelt haben und eigentlich zur Entschädigung verpflichtet sein sollten. Doch zumindest sollten sich die Firmen, die in diese Tragödie verwickelt waren, gezwungen sehen, zu dem freiwilligen Entschädigungsfonds beizutragen.
Für Benetton und andere große Einzelhändler geht der Ruf über alles ― setzen wir also da an, wo’s wehtut. Je mehr von uns unterzeichnen, desto deutlicher wird unsere Nachricht an den Geschäftsführer von Benetton sein. Machen Sie jetzt mit, um Gerechtigkeit für die Überlebenden von Rana Plaza zu fordern und verbreiten sie dann die Aktion:

https://secure.avaaz.org/de/benetton_pay_up_loc/?bZPUuab&v=53168

Wir wissen, wie man riesige Unternehmen zum Handeln zwingt. Nach dem Fabrikeinsturz hat unsere Gemeinschaft Massen in Bewegung gesetzt, um führende Modemarken wie H&M dazu zu bringen, ein Gebäude- und Brandschutzabkommen zu unterzeichnen, damit nicht noch mehr Menschen an Profitgier zugrunde gehen. Tun wir es jetzt noch einmal, um eine faire Entschädigung für die Familien zu fordern, die immer noch auf Hilfe warten.Voller Hoffnung,

Dalia, Oliver, Emily, Risalat, Mais, Ricken und das ganze Avaaz-Team

WEITERE INFORMATIONEN:Die Schande von Rana Plaza (Zeit online)
http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-04/rana-plaza-jahrestag-hilfsfonds
Die Frauen von Rana Plaza kämpfen immer noch um Entschädigung (Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ein-jahr-nach-dem-hochhauseinsturz-in-bangladesch-die-frauen-v...

Faire Mode ist möglich (Zeit online)
http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2014-04/textilindustrie-arbeitsbedingungen-sicherheit-umwe...

Brief an Benetton: Wo bleibt die Entschädigung für Rana Plaza? (Kampagne für saubere Kleidung)
http://www.saubere-kleidung.de/index.php/kampagnen-a-themen/fabrikungluecke/436-benetton-wo-bleibt-d...

Und auf Englisch:

Rana Plaza Arrangement - Spender
http://www.ranaplaza-arrangement.org/fund/donors

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