Hochrangige Vollgeld-Konferenz in Island

Hochrangige Vollgeld-Konferenz in Island

In Island hat gestern am Montag, 05.09.2016 eine hochrangige Konferenz zur Vollgeldreform und Geldschöpfung stattgefunden.
Eingeladen hatten das Büro des neuen isländischen Ministerpräsidenten Johannesson und die örtliche Sektion der KPMG-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. In Island beschäftigen sich also derzeit die höchsten staatlichen Stellen offiziell mit dem Reformvorschlag.
An der Tagung nahmen unter anderem teil:

  • Martin Wolf, der Chefkommentator der Zeitung Financial Times,
  • Mar Gudmundsson, der Präsident der isländischen Zentralbank,
  • Frosti Sigurjónsson, Parlaments-Abgeordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Handel,
  • Ásgeir Jónsson, Wirtschaftsprofessor von der University of Iceland.
  • Sigurvin Sigurjónsson, Mitarbeiter der KPMG und Autor des Berichts


KPMG Bericht

Grundlage der Tagung ist ein neu erschienener Bericht der renommierten und international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG über die Vollgeldreform und die entsprechenden politischen Entwicklungen und Fortschritte auf internationaler Ebene. Dass die KPMG einen solchen Bericht verfasst hat, beweist, dass auch bei großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ein Umdenken bezüglich der Banken-Geldschöpfung beginnt. Den KPMG-Bericht und die Filmaufzeichnung der Konferenz finden Sie auf unserem Monetativeblog


Islands anderer Weg

Island geht damit bei der Beschäftigung mit der Vollgeldreform international weit voran. Das kommt nicht von ungefähr: Schon in der Bewältigung der Finanzkrise hat Island einen anderen Weg beschritten als zum Beispiel Irland: Die Banken wurden nicht gerettet, der Staat hat sich dafür nicht zusätzlich verschuldet, Bankmanager und Politiker mussten für das Finanz-Desaster Verantwortung übernehmen. Die derzeitige Politik in der EU ist also nicht so alternativlos, wie sie manchmal dargestellt wird. Finden Sie einen zusammenfassenden Beitrag und verschiedene Links zu weiteren Artikeln zum Thema Island hier.

Erster IMMR-Newsletter

Das International Movement for Monetary Reform (IMMR), in dem die verschiedenen Vollgeldbewegungen zusammengeschlossen sind, veröffentlichte jetzt auch einen ersten eigenen Newsletter (in englischer Sprache) zu den Ereignissen in Island und den Entwicklungen aus verschiedenen Ländern. Den Rundbrief können Sie hier bestellen, den letzten Rundbrief finden Sie hier.