Tasmanien: Wo die Welt noch wild ist ++ Eine Bilder-Geschichte ++

Under Down Under. Was macht Tasmanien, die geheimnisvolle Insel unter dem tiefen Süden Australiens, zu einem der weltbesten Wanderreviere?

Stellen Sie sich ein Eiland vor:

Ungezähmte Flüsse, die sich durch die Wildnis eines Weltnaturerbes winden.

Tausende Berge, auch unbestiegene.

Gleißende Strände, wo die Spuren des einsamen Wanderers die einzigen im Sand sind.

Den eigenen Horizont in purer Wildnis erweitern und die frischeste Luft in einem Regenwald der Vorzeit einatmen.

Dem Lockruf der Wildnis erliegen. Des Backpackers Traum erfüllt sich auf der immergrünen Insel.

Bushwalk Overland Track

Was die bayerngroße Insel an grandiosen Naturschönheiten zu bieten hat, konzentriert sich entlang des Overland Track, einem der außergewöhnlichsten Trekkings des Globus.

Ein Hochgebirgspfad durch das Herz der Tasmanian World Heritage Area .

Fünf bis acht Tage Abenteuer für Hartgesottene. Fordernde Eroberungen abseits der Zivilisation zwischen Schwüle und Schneesturm.

Zeltnächte unter Myriaden von Sternen. Die Symphonie nie gehörter Tierstimmen erleben.
Abgelegene Gipfel besteigen.

Land aus der Urzeit betreten und wundersame Tiere sehen.

Auf “Tassie” heißt so etwas “bushwalk”.

Einige Tausend Wanderer meistern den Track jedes Jahr, aber nur die Ausdauerndsten schaffen auch den steilen Abstecher zum Mount Ossa, 1617 m, dem höchsten Gipfel der Insel. Es sind atemberaubende Blicke von der Bass Straigt bis zu den verschlungenen Bergspitzen im Süden. Der Preis für eine Wanderung durch das Naturwunder?

Rucksack schleppen, Nächte im Zelt oder in klammen Hütten, heftige Anstiege und schmerzende Muskeln.

Vorbei an von aggressiven Gletschern ausgeschabten Tälern und Kar-Seen.


Entlang tosender Wasserfälle.

Freche Oppossums knabbern an den Schnürsenkeln, getupfte Quolls schnüren vorbei, und die zum Knuddeln niedlichen Wombats grasen in den Wiesen der grünen Postkartenlandschaft im puren Paradies. Hier im Wilden Westen mit seinem Cradle Mountain-Lake St Claire Nationalpark riecht der Regenwald feucht und erdig. Die Vielfalt der Vegetation ist atemberaubend.

Viele Pflanzen sind einzigartig, endemisch eben.

Walking the Wilderness in einem World Park. Das hier war Aboriginies Land. Trekken durch das ehemalige Jagdgebiet des Big-River-Stamms. Start ist im Norden beim Cradle Valley. Dann geht es immer südwärts.

Der 76-Kilometer-Trek endet am 14 km langen, dramatisch schönen Lake St Clair, dem tiefsten See Australiens.

Die Zelte stehen auf einer der ausgewiesenen Campsites. Die Alternative sind auch Hütten – öffentliche, oft miserabel, und private, exzellent gewartet und vom Heli versorgt. Letztere sind richtig teuer und müssen vorgebucht werden, erleichtern aber das Rucksackgewicht erheblich. Naturschutz vor Naturnutz.

Der Trail führt in ökologisch empfindlichen Teilen über „boardwalks“, einer Art Knüppeldamm, um die empfindliche Natur vor Erosion zu schützen.

Tasmanien gründete schon im frühen im 20. Jahrhundert einen der ersten Nationalparks der Welt.


Die sensationelle Bay of Fires

Im Nordosten Tasmaniens liegen zyklopische Steinkugeln, rote Felsen glühen auf weißem Sand. Die anstrengenden Meerwanderungen daran vorbei sind wie Meditation. Küste soweit das Auge reicht. Blendend, grell, menschenleer – und unglaublich sauber. Einfach ausgedrückt: Die Strände sind von überirdischer Schönheit.

Man wandert im riesigen Oval der Bucht durch pure Südsee ohne Palmen, zwischen lässig von der Natur hingeworfenen Granitbouldern und der tiefblauen gischtenden See. Als die ersten Siedler vor der Küste ankerten sahen sie die Lichter vieler Feuer der Eingeborenen, und sie gaben dem Ort diesen treffenden Namen. Tagsüber steht eine heiße Sonne im Norden.


Hier kann sich jeder nach seiner Façon glücklich wandern.

Im Abendlicht glühen rote Felsen, eingerahmt von schneeweißen Schaumkronen der donnernd anrollenden Brandung. Nachts funkelt das Kreuz des Südens am Firmament.

Vom Mehrstunden-„hike“ bis zur viertägigen Herausforderung mit respektabel schwerem Rucksack in der Bay of Fires Conservation Area und dem Mt William National Park.

Der einzige Zivilisationspunkt ist der Leuchtturm des Eddystone Point zwischen den beiden Parks, zu dem sogar eine Straße führt.


Sonst wandert man durch eine dramatische, völlig unberührte Landschaft, die auf der Erde ihresgleichen sucht.


Himmel und Hölle auf der Tasmanischen Halbinsel

Die Stille war grausam. Kein Wort von den Wärtern, kein Wort untereinander. Wer die wichtigste Regel - absolute Ruhe - brach, landete in Dunkelhaft. Die ehemalige Strafkolonie Port Arthur war vor 150 Jahren die Hölle auf Erden. Heute, wenn die Sonne über der Carnarvon Bay aufgeht, spiegelt sich die Ruine des ehemaligen Gefängnisses im klaren Meer. Man ahnt kaum, dass Port Arthur einmal zu den härtesten Gefängnissen der Erde zählte.


Nur zwei Autostunden sind es von der Hauptstadt Hobart bis hierher. Port Arthur ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf der tasmanischen Halbinsel im Südosten.


Man kann unversehens in Teufels Küche kommen.

Devils Kitchen - das ist der Name einer bizarren Felsformation in der Steilküste. Ein spektakulärer Wanderweg schlängelt sich von hier bis zum Cathedral Rock. Aber auch im Landesinneren erlebt man auf der gerade mal 30 Kilometer langen Peninsula verblüffende Aus-, An- und Weitsichten.


Bis zur Antarktis gibt es nur noch Ozean.

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Die vielen Tageswanderungen berühren großartige Naturwunder an einer der spektakulärsten Küsten der Erde.

Die massiven Dolomitklippen Point Raoul zum Beispiel.

Oder am Cape Hauy, wo unglaubliche Felsformationen aus dem Meer steilen und die Kletterelite anziehen.

Maria Island und die Droge T

Die kleine Insel ist ein gehegtes und gepflegtes Kleinod. „Maria Island ... Du musst dort mit dem Rucksack hin.“

Karina kommt ins Schwärmen. Die Deutsche ist ausgewandert und begeistert nun Wanderer für das einzigartige Eiland. „Man lebt hier Du auf Du mit Wallabies, Papageien und endemischen Graugänsen. Eukalyptuswälder, in denen es gesund riecht.“

Wenn Tasmanien etwas Besonderes ist, Maria Island ist noch einmal eine Welt für sich.


„Und dann gibt es da noch den Isthmus – der ist einmalig auf der Erde?!“

Sie zeigt auf der Karte eine säbelscharfe Landzunge mit zwei Stränden, bei denen man vor dem Entscheiddilemma steht: Bade ich am linken oder am rechten Ufer?

„'Märeia Ailand' ist ein Paradies!“ behauptet sie in typisch breitem Tassie-Englisch.

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