Hope, change – Hoffnung, Veränderung?

Hope, change – Hoffnung, Veränderung? Abschied nehmen von jeglicher Hoffnung, es könnte doch anders werden als befürchtet, ist immer hart, aber heuer kommt es etwas arg dicke. Gerade erst mussten wir von der personalisierten Hoffnung Abstand gewinnen als ein vermeintlicher grauer Wolf im Schafspelz – Sanders mit Namen – sich als wedelnder Pinscher outete und wir deswegen endgültig die Hoffnung fahren lassen mussten, Mrs. Secretary könnte uns erspart bleiben. Letzte Nacht, das unverhoffte und eher zweifelhafte, irgendwie unangenehme Vergnügen auf einen nicht erwarteten, allzu frühen Abgang von unserem Ziegenfan, dass sich kaum aufgedrängt schon wieder verabschieden musste. Hope, change – vor acht Jahren vernahmen wir die Ankündigung zuerst verwirrt, dann verwundert, dann begeistert. Der Eine früher, der Andere später musste irgendwann erkennen, dass die Hoffnung, dass das Versprechen von Veränderung ein trügerisches, ein absolut verlogenes war. Klar, es gab die unterschiedlichsten Erwartungen an den Rattenfänger. Die Einen erhofften sich Frieden für die Welt, manchmal auch nur für Gottes eigenes Land. Damit er das auch keinesfalls vergessen konnte, wurde ihm die Karotte Friedensnobelpreis vor die Nase gebunden. Geholfen hat es nichts. Die Anderen – mit meist ähnlichen Pigmentstörungen wie er ��� erhofften sich Unterstützung im Kampf gegen die daraus abgeleitete Unterdrückung, ewige Benachteiligung. Und einige Wenige träumten ganz einfach von mehr Profit, still und leise. Alles auf einmal geht nun mal nicht, wenigstens das Letztere konnte er dann immerhin sicherstellen.

Der Abschied von diesem hehren, diesem noblen Menschen schleppt sich zwar noch ein paar Monate hin, denke jedoch, dass wir bereits heute eine Leistungsübersicht anbieten sollten. Es gibt sie bereits in vielerlei Versionen. Selbst im Reichsprotektorat Ost, das doch eigentlich dem (scheidenden) Imperator nur Ehrfurcht zollen sollte und sonst die Schnauze halten, Unsere aus unerfindlichen Gründen als begeisterte cheerleader auftretenden Staatssender und Qualitätsmedien kriegen sich derzeit kaum ab, mit Hosiannahgesängen und Lorbeergränzen vorzeitige Nachrufe als alternativloses Winke-Winke dem Volke unterzujubeln. Es gibt nicht ganz uso viele Texte oder Beiträge, die nicht ganz so wohlwollend mit Mr. President umspringen. Davon möchte ich einen aktuellen hier als besonders gelungen einstufen und ihn als Lesestoff dringend empfehlen.

http://www.counterpunch.org/2016/07/15/dirty-obama-secrets-from-warsaw-to-dallas-and-baton-rouge/

Der „Aufsatz“ zieht also auch jüngste Aspekte mit ein. Eine Überschrift aus diesem – ziemlich langen, zugestanden – Erguss hat mir besonders gefallen:

Zbarackniew BrzObamski

Damit dürfte für die meisten hier wohl schon alles gesagt sein – ohne Übersetzung, allerdings nur hinsichtlich des Aspektes Imperium, dem ersten kleinen schmutzigen Geheimnis. Das zweite Geheimnis – schmutzig auch dieses – läuft dann unter der Überschrift, passend für den Imperator, den Kaiser:

Audacious Racism Denial by the Empire’s New Clothes

Egal wie „audacious“ übersetzt wird, ob mit dreist, verwegen, frech, waghalsig oder unverfroren oder – nachsichtig – kühn, keck oder gewagt, zusammen mit „Verleugnen von Rassismus mittels Kaisers neuer Kleider“ ahnt jeder, was da kommen dürfte.

Das dritte Geheimnis bedarf gar keines eigenen Absatzes mehr. Da reicht die Nennung der Tatsache in einem Satz, dass er von jeher und bis zum Ende ein Darling von Wallstreet und big business war, ist und bleiben wird.

Der Autor – Paul Street, einer der letzten, echten US-Linken überhaupt – ist allerdings damit nicht a Ende.
Mit der Überschrift „Frontlinien zum III. Weltkrieg“ skizziert er Obamas Beitrag zum anstehenden Stapellauf, bei dem die nächste und letzte „Läuferin“ schon mit den Hufen scharrt. Die wenigen Sätze zum Thema sind völlig ausreichend, um das Ansinnen von POTUS alt und POTUS neu auseinander zu nehmen. Imperiale Tollheit, Aberwitz eines Dr. Strangelove direkt aus dem Drehbuch eines Brezinski.

Dann zum Abschluss noch einmal weit ausholend ein Zitat. Eine vollmundige Lüge mit vollen Backen ausgespuckt: Ihr werdet keine Polizei auf Leute losgehen sehen, die friedlich protestieren. Das Widerlegen fällt dann leider etwas arg lang aus, die Zahl der Präzedenzfälle dafür, dass diese Behauptung nicht ganz stimmen kann, ist verdammt lang, selbst wenn nur die jüngste Vergangenheit herangezogen wird. Heimgeleuchtet mit der Feststellung, dass der Menschenfreund und Mitleidende ganz offen und ohne schlechtes Gewissen zwischen wertvollen und wertlosen Opfern unterscheidet, zwischen Gut und Böse, und dass die Polizei einzig dazu da sei, das Böse auszumerzen und cop immer good sei. Nix bad cop, nichts mehr mit Freund und Helfer.

Abschlusszeugnisse, so habe ich lebenslang erfahren müssen oder dürfen, beinhalten meist auch gerade abgeschlossene Ereignisse, Eindrücke. So auch hier. Aber die ausführlichen Gedanken zum Thema „Dallas“ belegen nun eben, wes Geistes Kind ein Barack O. ist und was für ein verschlagener Menschenfänger er meint, abgeben zu müssen.