Meine politische Meinung

deckt sich mit Aussagen Sahra Wagenknechts oder Oskar Lafontaines teilweise genauso wie mit Aussagen Björn Höckes oder Frauke Petrys.

Selbst den damaligen Wunsch Lafontaines nach zwei getrennten deutschen Staaten (wenigstens einer davon wäre möglicherweise heute nicht lediglich eine "Staatssimulation") kann ich rückwirkend nachvollziehen.

Lediglich die Parteien scheinen damit ein Problem zu haben, Meinungen einer scheinbaren "Gegenideologie" zu respektieren und argumentieren daher häufig "ad personam", ideologisch - und niemals vernunftgemäß. Die "Vernunft" betrachte ich dabei als "lebensförderndes" Instrument (sie wird auch "lebenswidrig" gebraucht).

Man kann sehr wohl seine politische Meinung ändern, wenn man sie permanent auch infrage stellt und an Entwicklungen der Vergangenheit misst.

Oder weshalb sollte eine Meinung ab einem bestimmten Alter plötzlich für immer "einrasten", obwohl sich die Welt permanent verändert und man ständig dazulernt und neue Informationen verarbeitet und bewertet? Weshalb sollte das "wankelmütig" sein? Meist weiß man lediglich nur genau und dauerhaft, was man nicht will.

Ähnliches gilt für religiöse Überzeugungen, die sich durch religiöse Erfahrungen und Beobachtung ändern können.

Früher empfand ich den Buddhismus als eine Art Ultima Ratio und "letztmögliche" Form der Erkenntnis. Heute stehe ich ihm sehr skeptisch gegenüber, weil ich ganz schlicht erfahren habe: Sich in das Leben zu stürzen, es anzunehmen mit all seinen Kämpfen, Leidenschaften, Siegen und Niederlagen, sich ihm hinzugeben und das Risiko des Verletzt-Werdens und der Desillusionierung zu tragen, ist "heldenhafter" und edler als der kleinliche Rückzug in ein fragwürdiges Nichts.

Betrachte ich Raum und Zeit "kleinkariert" und als Illusion,, erlassen sie mir deshalb noch lange nicht ihre Probleme.