Beamter kassierte 14 Jahre Gehalt ohne zu arbeiten - Vorbild Politiker?!

Der hat sich Politiker als Vorbild genommen.... 😅

Ein Phantombeamter aus Spanien hat den Kampf um sein Gehalt aufgegeben und eine Strafe von 26.920,93 Euro fĂŒr sein „sehr ernstes Fehlverhalten“ akzeptiert

Die Wochenzeitung „Falter“ veröffentlichte am Dienstag Telefonprotokolle der Sicherheitsbehörden, wonach sich Grasser-Freund Walter Meischberger nicht einmal erinnern konnte, was er fĂŒr mehrere Hunderttausend Euro an Beraterprovision ĂŒberhaupt gemacht hat.

Sowohl bei Grasser als auch bei Immobilienmakler Plech holte Meischberger demnach nicht nur RatschlĂ€ge, sondern ließ sich auch mit Fragen wie „Wo woar mei Leistung?“ die ZusammenhĂ€nge der GeschĂ€fte erklĂ€ren.

http://orf.at/m/stories/2032349/2032348/

http://m.diepresse.com/home/wirtschaft/international/5064138/index.do

Was ist eigentlich aus diesem JoaquĂ­n geworden?, grĂŒbelte der VizebĂŒrgermeister von CĂĄdiz im Jahr 2010. Gibt's den ĂŒberhaupt noch? Vor eineinhalb Jahrzehnten hatte er den Ingenieur, der bis dahin im Rathaus der sĂŒdspanischen Stadt gearbeitet hatte, den Wasserwerken zugeteilt. Er sollte die KlĂ€ranlage kontrollieren. Seitdem hatte der oberste Personalverantwortliche nichts mehr von ihm gehört. Nun stand er auf der Liste der Verdienstmedaillen fĂŒr 20Jahre Treue. Seltsam. Jorge Blas FernĂĄndez griff zum Hörer, bei den Wasserwerken zuckte man mit den Achseln: „Ist er nicht schon lĂ€ngst wieder zurĂŒck im Rathaus?“ Leicht alarmiert rief FernĂĄndez beim Gesuchten zu Hause an und zitierte ihn zu sich: „Was haben Sie heute gemacht? Gestern? Im vergangenen Monat?“ Wieder zuckten Schultern. Was hĂ€tte der Phantombeamte auch sagen sollen?

Eine Untersuchung ergab: Zumindest sechs Jahre lang, von 2004 bis 2010, bezog JoaquĂ­n GarcĂ­a volles Gehalt, ohne zu arbeiten. Über 3000 Euro brutto, Monat fĂŒr Monat. Ein einziges Mal forderte man einen Bericht von ihm. Dieser hatte dann zwei Seiten und enthielt keine Information. Das „Goldfischbecken“, sein verglastes BĂŒro direkt neben jenem vom Chef, blieb bald ganz verwaist. Seinen Kollegen ging der berĂŒchtigte Streithansl nicht ab. Er saß zu Hause, kassierte – und rettete sich, als die Sache aufflog, noch schnell in die FrĂŒhpension.

FĂŒr sein „sehr ernstes Fehlverhalten“ sollte der heute 69-JĂ€hrige zumindest ein Nettojahresgehalt zurĂŒckzahlen. Mehr ist als Sanktion gesetzlich nicht drin. Aber auch dagegen wehrte sich der kecke Nichtstuer erbittert. Im JĂ€nner bestĂ€tigte ein Gericht die Strafe. Einen Versuch unternahm GarcĂ­a noch: Er erklĂ€rte seinen Fall dem neuen BĂŒrgermeister, damit er ihm die Strafe erließe: Gemobbt sei er worden! Er hĂ€tte ja gern gearbeitet, aber man stellte ihn aufs Abstellgleis – schon 1996 (macht dann 14 Jahre Geld fĂŒr nichts, oder eine halbe Million Euro). Man hing ihm die neue KlĂ€ranlage in San Fernando um, und diese war damals erst in Bau. Wie sollte er da einen Betrieb ĂŒberwachen? Er sei ja eh öfter ins BĂŒro gegangen, zitiert „El Mundo“ sein Umfeld. Dort habe er BĂŒcher gelesen, bis er ein Experte der Philosophie Spinozas war. Dennoch musste er zum Psychiater. UntĂ€tigkeit ist auf Dauer eben kein Zuckerschlecken.

Das schlagende Argument seines Verteidigers: 2005 hat man GarcĂ­a pragmatisiert. Das beweise doch, dass er kein Tachinierer sei! Was weder den Richter noch den BĂŒrgermeister ĂŒberzeugte. Jetzt hat das Phantom den Kampf aufgegeben: Die 26.920,93 Euro sind in der Stadtkasse eingelangt.