PecuniaOlet

Die Zumutung, Bankkunde sein zu müssen

Die Bargeldabschaffung ist bereits der zweite Schritt. Der erste, der aus Bequemlichkeit und falschem Vertrauen wie selbstverständlich vollzogen wurde, war der Zwang zu einem Gehaltskonto durch Abschaffung der "Lohntüte". Man hat es aufgrund eines völlig ungerechtfertigten Vertrauens den Banken immer zu leicht gemacht. Ohne Gehaltskonten etc. wäre der durch das frakt(ion)ale Reservesystem (in diesem Ausmaß) erst ermöglichte Betrug gar nicht möglich gewesen. Um mit Karte zu zahlen oder Geld zu empfangen, wäre im Übrigen auch gar keine Bank nötig. Weshalb sollte es technisch nicht möglich sein, das Gehalt beim Arbeitgeber auf eine oder mehrere Karten oder Ähnliches geladen zu bekommen, die "bargeld-wert" wären und auf Wunsch anonym und mit derselben Sicherheit wie eine "Bankkarte" genutzt werden könnten? Zu meiner Bundeswehrzeit bekam man den Sold auch bar ausbezahlt, das ging sehr fix, und war jedesmal ein "sinnliches" Erlebnis für sich.

Nur Bares ist Wahres! Am Wahrheitsgehalt dieser Aussage wird sich nichts ändern. Es ist im Grunde bereits jetzt eine Frechheit, statt Bargeld als Gehalt lediglich eine Forderung an die Bank ausbezahlt zu bekommen, deren gleichzeitige Inanspruchnahme aller Gehaltsempfänger die Bank möglicherweise in die Pleite treiben würde. Wo sind wir denn? Und wer sind wir, dass wir uns das gefallen ließen?

Man erhält als Gehalt kein echtes und gültiges Geld, sondern eine Forderung auf Auszahlung desselben, und würden alle dies realisieren, müsste die Bank schließen. Und für diesen Schwachsinn verlangen die Herren dann auch noch Gebühren für Überweisungen, Kontoführung etc. 

Es geht nicht darum, ob Geld aus Papier oder Plastik ist, es geht letzten Endes um die letzte Verfügungsgewalt und die Kontrolle der Zahlungsflüsse. Bargeldabschaffung im geplanten Sinne entspricht einer Zwangsanleihe an die Bank. 

Eine Bank meines Vertrauens gibt es nicht. Bereits ein Gehaltskonto ist Nötigung und der erste Sündenfall, der den Weg zur Hölle der Bargeldabschaffung ebnete: "Wir machen den Weg frei!"